Samstag, 31. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Imfinzi NSCLC
Imfinzi NSCLC
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
21. März 2018

Arbeitsunfähigkeit kann auch durch Reha-Arzt festgestellt werden

Für einen Anspruch auf Krankengeld reicht es aus, dass die Arbeitsunfähigkeit vor Ablauf der letzten Bewilligung erneut festgestellt wird. Dabei ist es nicht notwendig, dass dies der behandelnde Kassenarzt vornimmt. Es reicht aus, wenn sich dies aus dem Entlassungsbericht einer Rehabilitationseinrichtung ergibt, entschied das Landessozialgericht Niedersachsen (Az.: L 5 KR 501/16), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.
Der Fall: Ein Mann arbeitete als Fleischer. Aufgrund dieser Tätigkeit war er krankenversichert mit Anspruch auf Krankengeld. Im August 2014 wurde er arbeitsunfähig und erhielt Krankengeld. Sein Arbeitsverhältnis endete im September 2014. Aufgrund fortlaufend bescheinigter Arbeitsunfähigkeit gewährte die Krankenkasse bis Ende März 2015 Krankengeld. Während des Krankengeldbezugs blieb der Mann aber weiter krankenversichert.

Im Entlassungsbericht stellte der behandelnde Chefarzt des Reha-Zentrums fest, dass eine Arbeitsunfähigkeit noch für drei bis vier Wochen bestehen werde. Der Patient wurde in die weitere fachärztliche Betreuung entlassen. Die Krankenversicherung meinte, dass der Anspruch auf Krankengeld nicht mehr bestehe. Es liege keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung durch einen Vertragsarzt vor.

Das Urteil: Die Klage des Mannes auf Weiterzahlung des Krankengelds war erfolgreich. Es reiche aus, dass der Chefarzt des Reha-Zentrums die Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat. Durch den Anspruch auf Krankengeld habe auch nicht die Mitgliedschaft des Versicherten geendet. Im Übrigen hätten an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte nach dem Entlassungsbericht aus dem Reha-Zentrum eine Arbeitsunfähigkeit bis Ende November 2015 festgestellt.

Quelle: dpa


Anzeige:
Bosulif
Bosulif
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Arbeitsunfähigkeit kann auch durch Reha-Arzt festgestellt werden"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose