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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. August 2015

Apotheker: Trotz Grippewelle stiegen Arzneimittelkosten moderat

In den vergangenen Monaten kamen etliche teure Arzneimittel auf den Markt. Mancher befürchtete schon eine Kostenexplosion. Doch die Zahlen im ersten Halbjahr sprechen eine andere Sprache.

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Trotz Grippewelle und einigen hochpreisigen neuen Präparaten sind die Arzneimittelkosten im ersten Halbjahr 2015 nur sehr moderat um 5,6% gestiegen. Damit sei die Prognose, die für 2015 von einer 5,5%igen Steigerung ausging, "fast punktgenau eingehalten" worden, sagte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA, Friedemann Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir stellen jetzt fest, dass die vermehrt in den Markt gebrachten, sehr, sehr hochpreisigen Präparate zu keiner Kostenexplosion bei den Arzneimitteln geführt haben."

Den Angaben zufolge beliefen sich die Arzneimittelausgaben (ohne Impfstoffe) im ersten Halbjahr auf insgesamt knapp 16,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,61%. Auf das Gesamtjahr 2015 hochgerechnet betrüge die Zunahme 3,1%. Die Rahmenvorgaben für die Entwicklung der Arzneimittelausgaben im jeweils kommenden Jahr werden von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ausgehandelt.

Schmidt erläuterte: "Das System hat nach unserer Erfahrung inzwischen so viele selbsthemmende Mechanismen, die in den letzten Jahrzehnten eingezogen wurden, dass es in der Lage ist, solche hochpreisigen Innovationen aufzunehmen und zu verarbeiten, ohne dass die Deckel in die Luft fliegen." Er hob dabei auf das Hepatitis-C-Präparat Sovaldi ab, das einen ungewöhnlich hohen Wirksamkeitsgrad zeigt, aber auch entsprechend teuer ist. "Die Ärzte haben über Jahre gelernt, vorsichtig zu verordnen ... und entscheiden äußerst verantwortungsbewusst", sagte Schmidt.

Dies Entwicklung beruhige insofern, als daran auch deutlich werde, dass Deutschland nicht auf einen hochwirksamen Wirkstoff verzichten müsse, weil es ihn sich nicht leisten kann, argumentierte Schmidt.


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