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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
14. September 2012

Apotheker sollen mehrere hundert Millionen Euro mehr bekommen

Die Apotheker in Deutschland sollen Notdienste besser bezahlt bekommen und generell höhere Honorare erhalten - alles in allem 310 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. So soll die Notdienstvergütung geändert werden. „Damit wird für die Menschen auf dem Land die Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit Arzneimitteln nachhaltig gestärkt“, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Die bessere Bezahlung für Dienste in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen soll 120 Millionen Euro kosten. Statt eines Aufschlags pro Inanspruchnahme des Notdienstes gibt es eine Pauschale für die Dienste. Berichte, nach denen es 200 Euro pro Notdienst geben soll, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums nicht. Die Details würden derzeit erarbeitet.

Zudem soll eine Honoraranhebung bei der Abgabe von Arzneimitteln den Apothekern 190 Millionen Euro mehr bringen. Das war bereits seit längerem geplant. Konkret soll das Honorar der Apotheker, das sie bei der Abgabe eines rezeptpflichtigen Medikaments erhalten, von 8,10 Euro pro Packung auf 8,35 Euro steigen. Bezahlen müssen das die Krankenkassen.

Forderungen nach einem weit höheren Aufschlag bekräftigen die Apotheker derzeit mit Protesten. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland bedienten die Apotheker ihre Kunden zuletzt mit weniger Personal oder nur durch das Notdienstfenster. Statt 8,10 oder 8,35 Euro pro Packung wollen die Apotheker 9,14 Euro.

Der Spitzenverband der Krankenkassen forderte die Apothekerverbände auf, die realen Einkommensverhältnisse von Apothekern auf den Tisch zu legen.


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