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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
09. November 2015

Apotheken: Beratung von Flüchtlingen an der Tagesordnung

Die aktuelle APOkix-Umfrage des IFH Köln zeigt: Die Arzneimittelversorgung von Flüchtlingen ist für viele Apotheken keine Ausnahme. Verständigung und Abrechnung von Rezepten stellen große Herausforderungen dar. Die aktuelle Geschäftslage wird im Oktober positiver bewertet als im Vormonat.

Die wachsende Zahl von Flüchtlingen in Deutschland beeinflusst auch den Alltag in Apotheken. Das zeigt die aktuelle APOkix-Umfrage unter rund 260 Apothekeninhabern. So haben mehr als vier von zehn Befragten in den vergangenen Monaten mehrmals wöchentlich Flüchtlinge in ihrer Apotheke beraten. Fast jeder zehnte APOkix-Teilnehmer gibt sogar an, dass in der Apotheke mehrmals pro Tag Flüchtlinge Beratung suchen.

Herausforderungen: Kommunikation und Abrechnung
Insbesondere die Sprachbarriere ist für die befragten Apotheker dabei eine Herausforderung. So berichten fast sieben von zehn Apothekern, die Flüchtlinge beraten, dass die Verständigung häufig problematisch sei. Zudem bereitet die Übersetzung von Packungsbeilagen Schwierigkeiten (45%). Fragen wirft auch die Abrechnung auf: Mehr als jeder zweite APOkix-Teilnehmer, der Flüchtlinge berät, ist unsicher, wie Rezepte in dieser Situation abgerechnet werden.

Aus Apothekersicht könne dieses Problem wirksam gelöst werden, indem der Kostenträger auf allen Rezepten von Flüchtlingen angegeben wird (97%). Auch die flächendeckende Einführung einer Gesundheitskarte sowie mehrsprachige Aufklärungs- und Informationsmaterialien würden aus Apothekersicht die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen in Deutschland verbessern.

Konjunkturindex der aktuellen Geschäftslage steigt
Die Apothekeninhaber bewerten die aktuellen Umsätze im Oktober besser als im Vormonat. Nahezu jeder Fünfte beurteilt die derzeitige Geschäftslage positiv; das sind knapp vier Prozent mehr als im September. Parallel geht der Anteil der negativen Einschätzungen leicht zurück. Das wirkt sich auch auf den Index aus, der um 4,8 Punkte auf einen Wert von 85,2 Punkten steigt.

Der Index für die erwartete Geschäftsentwicklung sinkt im Oktober dagegen erneut und erreicht nur noch einen Wert von 70,8 Punkten. Mehr als vier von zehn APOkix-Teilnehmern gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten negativ entwickelt. Dennoch rechnet die Mehrheit mit rund 48% weiterhin mit einer stabilen Geschäftsentwicklung.

Arzneimittelversorgung Flüchtige

Quelle: IFH Köln


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