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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
04. Dezember 2012

APOkix: „Lieferengpässe gefährden Versorgungssicherheit“

Winterzeit ist Grippezeit. Das bedeutet Hochbetrieb in vielen Apotheken. Dabei sind Lieferengpässe z.B. bei Antibiotika besonders ärgerlich. Die aktuelle Monatsfrage des Apothekenkonjunkturindex des IFH Köln (APOkix) zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der deutschen Apothekerschaft regelmäßig von Lieferengpässen bei Medikamenten betroffen ist. Rund 40% der befragten Apothekerinnen und Apotheker gab an, dass sie täglich oder sogar mehrmals täglich mit Lieferengpässen konfrontiert seien. Ein weiteres Drittel ist mehrmals pro Woche betroffen. Vor allem Arzneimittel mit Rabattvertrag (99%) und Grippe-Impfstoffe (86%) sind nicht immer zeitnah zu bekommen. In 53% der Fälle war ein Engpass auch bei Arzneimitteln ohne Rabattvertrag der Fall. Die Schuld an den Lieferengpässen tragen laut Apothekerschaft Krankenkassen (76%) und Industrie (74%) fast gleichermaßen.

Versorgungssicherheit gefährdet

Für die tägliche Praxis der Apothekerinnen und Apotheker  bedeuten die Lieferengpässe vor allem eine deutliche Erhöhung des Beschaffungsaufwandes. Doch auch das Wohl der Patienten ist nach Auffassung der APOkix-Teilnehmer bedroht: 84% der Befragten sehen die Versorgungssicherheit gefährdet. Doch nicht nur auf Seiten der Patienten und Apotheker, werden Probleme gesehen: Auch der Großhandel ist nach Ansicht der Apothekerschaft betroffen. Auf Seiten des pharmazeutischen Großhandels entsteht - davon sind 80% der Befragten überzeugt - ein erhöhter Lieferaufwand.

Geschäftslage und Geschäftserwartung weiterhin im Aufwärtstrend


Auch im November 2012 erreichen die Indexwerte des APOkix für die aktuelle und erwartete Geschäftslage neue Jahreshöchstwerte. Die aktuelle Geschäftslage klettert um satte 12,8 Punkte nach oben und landet bei 59 Indexpunkten. 13,4% und damit knapp 4% mehr als im Vormonat beurteilen ihre aktuelle Lage positiv. Die Erwartung für die kommenden Monate erreicht mit 70,9 Punkten sogar den höchsten Wert seit Erhebungsbeginn. Dass nach den turbulenten letzten 12 Monaten etwas Ruhe einkehren könnte, zeigt auch der Blick auf die Vergleichszahlen aus 2011. Während im November letzten Jahres lediglich 17,4% neutral oder positiv eingestellt waren, gehen in diesem Jahr knapp 54% der APOkix-Teilnehmer - und damit so viele wie noch nie - davon aus, dass sich die Geschäftslage zukünftig stabilisiert oder sogar verbessert.

Quelle: Kölner Institut für Handelsforschung


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