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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
08. Dezember 2015

APOkix: Lieferengpässe führen häufig zu Versorgungslücken

Apotheker beklagen in aktueller APOkix-Umfrage häufige Lieferengpässe. Diese führen oft dazu, dass Patienten nicht versorgt werden können. Konjunkturindex für aktuelle Geschäftslage sinkt leicht. Geschäftserwartungen positiver als im Vormonat.

Lieferengpässe sind ein häufig auftretendes Problem in deutschen Apotheken. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen APOkix-Umfrage des IFH Köln unter rund 260 Apothekeninhabern. So berichten fast 78% der Befragten, dass ihre Apotheke in den vergangenen Monaten mindestens einmal täglich nicht alle bestellten Medikamente erhielt. Mehr als 18% der Apotheken waren zuletzt mehrmals pro Woche, aber nicht täglich von Lieferengpässen betroffen. Besonders häufig konnten Arzneimittel mit Rabattvertrag nicht geliefert werden (91%). Auch bei Grippe- (60%) und anderen Impfstoffen (66%) beobachten die befragten Apotheker oft Lieferengpässe.

Fehlende Arzneimittel führen laut APOkix-Teilnehmern häufig dazu, dass Apothekenkunden nicht versorgt werden können. In knapp 15% der Apotheken kam dies in den vergangenen Monaten mindestens einmal am Tag vor. Weitere 50% der Apotheken konnten zuletzt mindestens einmal in der Woche Patienten nicht versorgen, weil Medikamente fehlten. Rund 98% der befragten Apotheker beklagen, dass Lieferengpässe die Beschaffungen in ihrer Apotheke deutlich aufwendiger machen. Zudem sind knapp neun von zehn APOkix-Teilnehmer der Meinung, dass Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen in hohem Maße für Lieferengpässe verantwortlich sind.

Konjunktur: Erwartungen leicht positiver

Der Index für die aktuelle Geschäftslage sinkt im November leicht auf einen Wert von 83,2 Punkten. Weniger APOkix-Teilnehmer als im Vormonat beurteilen ihre derzeitige wirtschaftliche Situation positiv. Der Anteil der negativen Bewertungen bleibt stabil, die neutralen Bewertungen nehmen leicht zu. Insgesamt beurteilen große Apotheken mit mehr als zwei Millionen Umsatz jährlich die aktuelle Geschäftslage positiver als kleinere Betriebe.

Der Index für die Geschäftserwartung kann den Abwärtstrend der vergangenen Monate stoppen und steigt im November auf 73,1 Indexpunkte. Dennoch liegt der Wert nach wie vor deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke. Weiterhin gehen vier von zehn APOkix-Teilnehmern davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation ihrer Apotheke in den kommenden zwölf Monaten negativ entwickelt. Mit knapp 14% blicken jedoch gut zwei Prozent mehr Befragte als im Vormonat positiv in die Zukunft. Knapp 46% der APOkix-Teilnehmer rechnen mit einer stabilen Geschäftsentwicklung.

APOkix

 

Quelle: IFH


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