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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
09. November 2016

APOkix: Apotheker wollen über Arzneimittelfälschungen aufklären

Der aktuelle APOkix des IFH Köln zeigt: Gefälschte Arzneimittel sind aktuell relativ selten in Apotheken zu finden, Apotheker rechnen zukünftig jedoch mit einer steigenden Zahl. Bei der Aufklärung über Arzneimittelfälschungen wollen Apotheker eine Schlüsselrolle übernehmen. Die aktuelle Geschäftslage wird im Oktober positiver bewertet, die Geschäftserwartung aber deutlich negativer.

Apotheken in Deutschland sind relativ selten von gefälschten Arzneimitteln betroffen. Das geben Apothekenleiterinnen und -leiter in der aktuellen APOkix-Umfrage des IFH Köln zu Protokoll. So bekamen gut sechs Prozent der Apotheken in den zurückliegenden zwölf Monaten einmal gefälschte Medikamente geliefert. Neun von zehn Befragten waren im vergangenen Jahr nie von Arzneimittelfälschungen betroffen. Ebenso viele Apotheker gehen jedoch davon aus, dass Arzneimittelfälschungen zukünftig häufiger auftreten werden. Dass Patienten sich zunehmend über das Internet selbst mit Medikamenten versorgen, ist aus Sicht von rund 97% der Befragten ein Hauptgrund für vermehrte Arzneimittelfälschungen.

Vier von zehn Apothekern setzen sich intensiv mit Arzneimittelfälschungen auseinander

Rund 38% der Befragten beschäftigen sich aktuell intensiv oder sogar sehr intensiv mit dem Thema Arzneimittelfälschungen. Bei der Aufklärung über Arzneimittelfälschungen sehen sich Apotheker zudem klar in der Pflicht: Drei von vier APOkix-Teilnehmern möchten hierbei eine Schlüsselrolle übernehmen. Auch die Politik (52%) oder Pharmahersteller (43%) sollten aus Apothekersicht Aufklärungsarbeit leisten.
 

Aufklärung über Arzneimittelfälschungen


Konjunkturindizes: Geschäftserwartung fällt auf Jahrestief

Die Konjunkturindizes entwickeln sich im Oktober nicht einheitlich. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage fällt insgesamt erkennbar positiver als im Vormonat aus, was sich auch auf den Index auswirkt. Dieser steigt um mehr als sieben Punkte an und erreicht einen Wert von 86,6 Punkten.

Der Index für die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten sinkt im Oktober jedoch um deutliche zehn Punkte ab und fällt auf ein Jahrestief von 62,8 Punkten - und damit acht Punkte unter das Vorjahresniveau. Fast die Hälfte der APOkix-Teilnehmer geht davon aus, dass sich ihr Geschäft zukünftig negativ entwickelt.

Quelle: IFH Institut für Handelsforschung GmbH


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