Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Vectibix
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
11. März 2016

APOkix: Apotheker fürchten vermehrte Apothekenschließungen

In der aktuellen APOkix-Umfrage drücken die Apotheker in Deutschland ihre Furcht vor vermehrten Apothekenschließungen aus. Als Hauptgründe dafür sehen sie ein zu niedriges Apothekenhonorar sowie vermehrte Auflagen und Bürokratie. Die Konjunkturindizes steigen im Vergleich zum Vormonat an.

Anzeige:
Kyprolis

Rund zwei Drittel der Apotheker in Deutschland gehen davon aus, dass in diesem Jahr hierzulande deutlich mehr Apotheken als im Vorjahr schließen werden. Gerade Apotheken in ländlichen Regionen befürchten vermehrte Schließungen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen APOkix-Umfrage des IFH Köln unter rund 240 Apothekeninhabern und -leitern. Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. berichtet, dass die Zahl der Apotheken in Deutschland zum Ende des Jahres 2015 auf 20.249 gesunken ist. Den 346 Apothekenschließungen im vergangenen Jahr stehen dabei 154 neu eröffnete Apotheken gegenüber. Die Mehrheit der APOkix-Teilnehmer rechnet damit, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Hauptgründe für Schließungen: Niedriges Apothekenhonorar sowie zunehmende Auflagen und Bürokratie
Insbesondere das Apothekenhonorar ist aus Sicht der Befragten aktuell ein Problem: Für sechs von zehn Apothekern ist einer der Hauptgründe für die hohe Zahl an Apothekenschließungen, dass das Honorar der Apotheken zu niedrig ist. Aber auch zunehmende Auflagen und Bürokratie (50%), eine sinkende Attraktivität des Berufsbildes (38%) und Probleme bei der Unternehmensnachfolge (35%) machen den Apothekern zu schaffen.

Konjunkturindizes mit Aufwärtstrend
Der Index für die aktuelle Geschäftslage steigt im Februar um erfreuliche fünf Punkte an. Mit 88,8 Punkten erreicht der Index einen Höchstwert seit Mai vergangenen Jahres. Dennoch liegt der Wert weiterhin unter der neutralen 100-Punkte-Marke. Jeder zweite APOkix-Teilnehmer bewertet die aktuelle Geschäftslage neutral. Der Anteil der positiven Bewertungen ist mit 19% aber deutlich niedriger als der der negativen Einschätzungen.

Der Index für die erwartete Geschäftsentwicklung bleibt mit 75,6 Punkten ebenfalls deutlich im negativen Bereich, kann sich jedoch im Vergleich zum Vormonat ebenfalls - wenn auch nur leicht - verbessern. Die Hälfte der APOkix-Teilnehmer rechnet damit, dass sich ihr Geschäft in den kommenden zwölf Monaten stabil entwickelt. Mehr als jeder dritte Apotheker geht aber von einer negativen Entwicklung aus.

Hauptgründe Apothekenschließungen

Quelle: IFH Köln


Anzeige:
Venclyxto
Das könnte Sie auch interessieren
Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen
Junge+Krebspatienten%3A+Ausbildung+und+Familie%2C+aber+auch+Angst+und+Schmerzen
© pathdoc / Fotolia.com

„Ich hatte große Träume für mein Leben, jetzt denke ich oft viel, viel kurzfristiger“, sagt die 25-jährige Studentin Mia*, die vor anderthalb Jahren an Krebs erkrankte. Nach der Diagnose musste sie ihr Studium unterbrechen, ihre Familienplanung in Frage stellen und auch mit ihrem Freundeskreis einen neuen Umgang finden. Sie ist eine von rund 15.000 jungen Menschen, die jährlich im Alter von 18 bis 39 Jahren...

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden
Darmkrebsvorsorge%3A+K%C3%BCnstliche+Intelligenz+vermag+Krebsvorstufen+von+harmlosen+Wucherungen+zu+unterscheiden
© kras99 / fotolia.com

Die Entwicklung von Systemen mit Künstlicher Intelligenz geht rasend schnell voran – auch in der Medizin. 2017 hat in China mit dem kleinen Roboter-Arzt „Xiaoyi“ erstmals ein System mit Künstlicher Intelligenz das ärztliche Examen bestand. Auch die Früherkennung von Darmkrebs könnte in Zukunft durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbessert werden. In aktuellen Untersuchungen konnten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"APOkix: Apotheker fürchten vermehrte Apothekenschließungen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.