Sonntag, 11. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Imfinzi NSCLC
Imfinzi NSCLC
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
18. März 2016

Ambulante Versorgung: Mehr angestellte Ärzte, weniger Niedergelassene

Die ambulante Versorgung durchlebt einen tiefgreifenden Wandel: Auch im Jahr 2015 ist die Anzahl der niedergelassenen Vertragsärzte weiter zurückgegangen, während die Anzahl der angestellten Ärztinnen und Ärzte in Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren weiter angestiegen ist. Besonders hoch ist der Frauenanteil unter den angestellten Ärzten. Zunehmend mehr Ärztinnen und Ärzte bevorzugen Anstellung und Teilzeitbeschäftigung statt eines vollen Versorgungsauftrages in eigener Niederlassung.

Anzeige:
Venclyxto

Das zeigen die neuen Daten des Bundesarztregisters der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für das Jahr 2015. Ende des vergangenen Jahres waren insgesamt 26.091 angestellte Ärzte in der vertragsärztlichen Versorgung tätig, ein Plus von 2.398 gegenüber dem Jahr 2014 (+10,1%). Davon sind 13.949 Frauen (+10,8%). Im selben Zeitraum sank die Gesamtzahl der Vertragsärzte um 1.145 auf nunmehr 108.493 Ärzte. Erneut am stärksten ging die Anzahl der Vertragsärzte in Einzelpraxen zurück, die keine angestellten Ärzte beschäftigen. Gegenüber 2014 sank ihre Zahl um 1.562 auf 56.892 Ende 2015.
 
Damit setzten sich auch 2015 die Trends der vergangenen Jahre fort: Die Niederlassung in eigener Praxis als "Einzelkämpfer" verliert an Attraktivität, dagegen hält der Trend zu kooperativen Strukturen und zur Angestelltentätigkeit in der vertragsärztlichen Versorgung an. So nahm nicht nur die Gesamtzahl der angestellten Ärzte zu, sondern auch die der Praxisinhaber mit angestellten Ärzten. Die Anzahl der Vertragsärzte in Einzelpraxen, die angestellte Ärzte beschäftigen, stieg von 5.059 (2014) auf 5.632 (2015). In diesen Praxen arbeiteten Ende 2015 insgesamt 7.336 angestellte Ärzte (2014: 6.444 angestellte Ärzte) - ein Plus von 13,8%.
 
Der Großteil der angestellten Ärzte arbeitet indes in Medizinischen Versorgungszentren und Polikliniken (12.430). Hier verzeichnet das Bundesarztregister der KBV einen Anstieg der angestellten MVZ-Ärzte um 7 Prozent. Auch der Anteil der angestellten Ärzte in Berufsausübungsgemeinschaften hat im Jahr 2015 zugenommen. Ende 2015 arbeiteten 6.325 angestellte Ärzte in Gemeinschaftspraxen, 2014 waren es noch 5.634 - ein Plus um mehr als 12%.

Quelle: Marburger Bund


Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 
Das könnte Sie auch interessieren
Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
Biopharmazeutika+sind+den+meisten+Deutschen+unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt...

Urologen starten Themenwoche Hodenkrebs vom 27. bis 31. März 2017
Urologen+starten+Themenwoche+Hodenkrebs+vom+27.+bis+31.+M%C3%A4rz+2017
© Paolese / Fotolia.com

Deutschlands Urologen gehen neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit: Mit der Einführung der „Urologischen Themenwochen“ baut die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ihr Engagement in der medizinischen Aufklärung der Bevölkerung erneut aus: Den Anfang macht die Urologische Themenwoche Hodenkrebs vom 27. bis 31. März 2017. Mit zielgruppengerecht aufbereiteten Informationen wollen Urologinnen und Urologen männliche Heranwachsende und junge...

Lungenkrebs: Experten fordern mehr Prävention
Lungenkrebs%3A+Experten+fordern+mehr+Pr%C3%A4vention
© nerthuz / Fotolia.com

Ein Großteil der Lungenkrebserkrankungen wäre vermeidbar, insbesondere durch konsequente Tabak-Kontrollmaßnahmen. Der wichtigste Schlüssel auf dem Weg zur Präzisions-Medizin ist die molekulare Diagnostik, sie bildet die Basis für eine zunehmend individualisierte und damit wirksamere Therapie beim Lungenkrebs. Gezielte Screening-Programme bei Rauchern mit besonders hohem Lungenkrebs-Risiko könnten die Sterblichkeit deutlich senken. Multimodale...

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
Brustkrebs%3A+Forscher+wollen+krankheitsausl%C3%B6sende+Gene+identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen verantwortlich. Ein Hamburger Forscherteam macht sich nun...

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken
Schmerzmittel+Methadon+ist+kein+Krebsheilmittel+-+keine+falschen+Hoffnungen+wecken
@ efmukel / Fotolia.com

Das Opioid Methadon sollte nicht zur Tumortherapie eingesetzt werden. Die derzeit vorliegenden Daten aus Labor- und Tierversuchen sowie einer Studie mit 27 Krebspatienten reichen nicht aus, um eine Behandlung zu rechtfertigen. Einige Medienberichte wecken dennoch bei an Leukämie oder Hirntumor erkrankten Patienten die falsche Hoffnung auf Heilung. Methadon ist zur Behandlung starker Schmerzen zugelassen und ein etabliertes Medikament in der Schmerztherapie bei Krebserkrankten. Darauf...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ambulante Versorgung: Mehr angestellte Ärzte, weniger Niedergelassene"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.