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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
14. September 2012

Allianz-Vorstände tauschen Ressorts

Europas größter Versicherer Allianz baut seine Konzernspitze erneut um und bereitet damit die Nachfolge von Vorstandschef Michael Diekmann vor. Diekmann wird in zwei Jahren 60 und könnte dann in Rente gehen. Finanzvorstand Oliver Bäte und der für Süd- und Westeuropa zuständige Vorstand Dieter Wemmer, die beide als mögliche Kronprinzen gehandelt werden, tauschen zum Jahreswechsel ihre Ressorts. Diekmann sagte am Donnerstag in München: „Ich freue mich, dass wir im Allianz-Vorstand die Kompetenz für einen solchen Tausch der Zuständigkeiten haben."

Die beiden Manager sollen beweisen, dass sie auf allen Feldern sattelfest sind. Bäte, der von McKinsey direkt in den Allianz-Vorstand kam, verantwortet seit 2009 die Bilanz und steht bei den Pressekonferenzen mit Diekmann im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Jetzt sei «der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung unseres Plans, Oliver Bäte eine operative Aufgabe im Versicherungsbereich zu übergeben», sagte Diekmann. Die Krisenländer Italien und Griechenland, der wichtige französische Markt, die Benelux-Länder und die Türkei gehören ab Januar zu den Aufgaben des 47-Jährigen.

Wemmer übernimmt von ihm die Zuständigkeit für Controlling, Bilanz und Risikomanagement. Der 55-jährige Mathematiker ist erst seit Dezember Allianz-Vorstand und war zuvor lange Finanzchef der Schweizer Zurich-Versicherung.

Diekmann steht seit 2003 an der Spitze des Versicherungskonzerns. Sein Vertrag läuft Ende 2014 aus. Die Allianz verlängert die Verträge ihrer Topmanager ab dem 60. Lebensjahr allenfalls noch jährlich. Diekmann konnte 2008 das Sorgenkind Dresdner Bank an die Commerzbank verkaufen und hat die Allianz relativ ungeschoren durch die Finanzkrisen geführt, musste sich aber Fehler beim Umbau des deutschen Versicherungsgeschäfts ankreiden lassen.

Der Rheinländer Bäte hatte in Köln und New York Bankwirtschaft studiert und war 2008 von der Unternehmensberatung McKinsey in den Allianz-Vorstand geholt worden. Mit dem zweithöchsten Bonus nach Diekmann hatte er es im vergangenen Jahr auf ein Einkommen von 3,1 Millionen Euro gebracht. Als seinen „schlimmsten Job“ hat er aber eine Ferienarbeit als Bauarbeiter in Erinnerung, wie er in einem Beitrag für das „Handelsblatt“ berichtet hatte.

Wemmer - ebenfalls Rheinländer - hatte in Oxford zunächst eine wissenschaftliche Karriere als Mathematiker gestartet, war dann aber zur Zurich gewechselt. Der Hobbykoch hat sich auch als Kunstfreund und -förderer einen Namen gemacht.

Als ein möglicher Kandidat für Diekmanns Nachfolge wird auch der Allianz-Deutschland-Chef Markus Rieß genannt. Der 46-Jährige, der seine Karriere wie Bäte bei McKinsey gestartet hatte, hat die Aufgabe, auf dem Heimatmarkt den Verlust an Marktanteilen in der Schaden- und Unfallversicherung zu stoppen und den Gewinn zu steigern kann. Zumindest im ersten Halbjahr 2012 ist ihm dies gelungen.

Die Allianz hat den Vorstand seit Dezember schon zweimal umgebaut. Mit Wemmer waren damals auch Gary Bhojwani und als erste Frau Helga Jung neu in den Vorstand berufen worden. Im Mai hat Maximilian Zimmerer als Nachfolger von Investment-Vorstand Paul Achleitner die Verantwortung für die 480 Milliarden Euro schweren Kapitalanlagen der Allianz übernommen Achleitner ist jetzt Aufsichtsratschef der Deutschen Bank.


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