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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
29. Oktober 2014

Alle US-Soldaten aus Ebola-Gebieten sollen 21 Tage in Quarantäne

Alle aus den von Ebola betroffenen Ländern zurückkehrenden US-Soldaten sollen künftig 21 Tage lang vorsorglich unter Quarantäne gestellt werden. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel unterzeichnete eine entsprechende Anordnung, wie Pentagonsprecher John Kirby am Mittwoch in Washington mitteilte. Die neue Anordnung wurde als "kontrollierte Überwachung" bezeichnet und trifft auf sämtliche Soldaten zu, die das lebensgefährliche Virus an der Quelle - also in Liberia, Sierra Leone und Guinea - bekämpfen. Die Stabschefs hätten unbedingt ein "Sicherheitsventil" gewollt, sagte Hagel laut dem TV-Sender CNN.

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Für zivile Ärzte und Krankenschwestern gilt die Anordnung nicht. US-Präsident Barack Obama hatte am Vortag amerikanische Gesundheitsbehörden davor gewarnt, durch Quarantäneauflagen Ärzte vom Kampf gegen Ebola in Westafrika abzuschrecken. "Wir wollen unser medizinisches Personal nicht entmutigen, an die Front zu gehen und zu helfen", sagte Obama am Dienstag. Betroffene Ärzte und Krankenschwestern sollten zwar unter Beobachtung gestellt, aber nicht isoliert werden, solange sie keine Ebola-Symptome zeigten. 

Die USA hatten nach dem Ausbruch der Epidemie in Westafrika die Entsendung von insgesamt bis zu 4000 Soldaten angekündigt, um die Krankheit einzudämmen. Am Montag waren bereits mehrere US-Soldaten nach der Rückkehr aus dem am stärksten von Ebola betroffenem Land Liberia auf ihrem Stützpunkt im norditalienischen Vicenza in Quarantäne gekommen. Keiner der Soldaten hatte Symptome von Ebola gezeigt. Eine Armee-Sprecherin betonte, das potenzielle Infektionsrisiko sei gering, da die Soldaten keinen Kontakt mit Infizierten gehabt hätten. In Italien werden im Lauf dieser Woche insgesamt rund 75 Soldaten erwartet.


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