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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
25. Juni 2014

Alkohol und Aggression: Viele Faktoren spielen eine Rolle

Wenn Alkohol aggressiv macht: was sind die Gründe dafür? Berliner Wissenschaftler haben in einer Übersichtsarbeit den aktuellen Forschungsstand zusammengefasst und festgestellt, dass soziale und neurobiologische Einflussfaktoren bei alkoholbezogener Gewalt oft Hand in Hand gehen.

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Wenn Alkohol aggressiv macht: was sind die Gründe dafür? Berliner Wissenschaftler haben in einer Übersichtsarbeit den aktuellen Forschungsstand zusammengefasst und festgestellt, dass soziale und neurobiologische Faktoren bei alkoholbezogener Gewalt oft Hand in Hand gehen. "Indem Alkohol die Botenstoffsysteme im Gehirn durcheinander bringt, wird neben der dämpfenden Wirkung auch die Verhaltenskontrolle beeinflusst", erklärt Prof. Dr. med. Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Berliner Charité. Unter anderem wird durch Alkohol die Aktivität der Amygdala, der Hirnregion, die an der Entstehung von Furcht und Angst beteiligt ist, erhöht. Daher fällt es einem Alkoholisierten schwer, eine Situation, wie zum Beispiel ein versehentlicher Rempler in einer Bar, entspannt einzuordnen. Neben den neurobiologischen Erklärungsmodellen beeinflussen aber auch schon frühkindliche Lebenserfahrungen und traditionelle Rollenmuster das Verhalten bei alkoholbezogener Aggression.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat mit einer Erweiterung der Präventionskampagne für Jugendliche "Alkohol? Kenn dein Limit" auf dieses Thema reagiert. "Mit Informationen im Internet und neuen Plakatmotiven sensibilisieren wir verstärkt für das Risiko von Gewalt und sexuellen Übergriffen durch überhöhten Alkoholkonsum", so Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Wir wissen aus vielen Gesprächen mit Jugendlichen, dass sie dieses Thema beschäftigt. Daher ist eine Aufklärung, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält, besonders wichtig. Beispiele dafür sind: Auf Abstand zu Betrunkenen bleiben, sich nicht zum Mittrinken verleiten lassen, frühzeitig kritische Situationen verlassen oder gezielt andere Menschen um Hilfe bitten."

Die aktuelle Ausgabe des "Alkoholspiegel" bietet zudem ein Kurzinterview mit Marlene Mortler, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Außerdem werden neue Kampagnenmotive und neue Statistiken zum Alkoholkonsum vorgestellt. Der "Alkoholspiegel" informiert zwei Mal jährlich Suchtberatungsstellen, medizinische Einrichtungen und weitere Multiplikatoren über aktuelle Forschungsergebnisse und Aktivitäten im Bereich der Alkoholprävention.
Mehr: http://www.bzga.de/
 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung


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