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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
16. Juni 2014

Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS): "Lehrstuhl für Forschung zur Patientensicherheit neu besetzt"

Das Institut für Patientensicherheit (IfPS) an der medizinischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist unter neuer Leitung. Professor Tanja Manser hat Anfang Juni 2014 die Leitung des IfPS angetreten. Das Aktionsbündnis für Patientensicherheit (APS) finanziert seit 2009 diesen bundesweit ersten Lehrstuhl für Patientensicherheitsforschung und gewährleistet die Finanzierung im Rahmen einer Stiftungsprofessur für weitere fünf Jahre.

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"Wir sind sehr froh darüber, dass die renommierte Arbeitspsychologin Professor Manser die Berufung durch die medizinische Fakultät angenommen hat. Damit ist in hohem Maße gesichert, dass die bisherige erfolgreichen Arbeit fortgesetzt und mit neuen zusätzlichen Schwerpunkten in Forschung, Lehre und Patienteneinbindung die notwendige Erweiterung erfährt", so APS-Vorsitzende Hedwig François-Kettner.
 
Erkennen, Analysieren und Aufzeigen von Lösungswege für besondere Risiken in der Behandlung von Patienten von der Praxis für die Praxis: Mit der Berufung der bisher an der Universität Fribourg, Schweiz, arbeitenden neuen Direktorin erhält die Arbeit und Aufgabenstellung des APS die dringend erforderliche wissenschaftliche Basis und Förderung. Tanja Manser hat sich als Psychologin 2008 an der ETH Zürich mit dem Fokus Arbeits- und Organisationspsychologie habilitiert. Der Titel ihrer Habilitation lautet: "Human Performance and Patient Safety". Durch mehrfache Forschungsaufenthalte in Schottland und den USA konnte sie sich einen "internationalen Blickwinkel" aneignen. National und international ist sie durch ihre Forschungsarbeiten vor allem im Bereich des klinischen Risikomanagement und der Teamarbeit anerkannt.
 
"Wir wissen derzeit wenig darüber, wie Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Praxis in Deutschland konkret wirken und welchen Nutzen sie haben. Dazu müssen wir auch die komplexen Einflussfaktoren auf die Entstehung von unerwünschten Behandlungsergebnissen analysieren", so Manser, die ihre Einbindung in nationale und internationalen Forschungsnetzwerke nach Bonn mitbringen wird.
 
"Die Unterstützung der Stiftungsprofessur durch das Aktionsbündnis Patientensicherheit in den vergangenen fünf Jahren hat das Institut überhaupt erst ermöglicht. Dafür sind wir ausgesprochen dankbar", sagte Prof. Dr. Max P. Baur, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Das Institut sei einzigartig in Deutschland und ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtkonzept der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Bonn. "Professor Manser ist aus Sicht der Fakultät und externer Gutachter die absolute Wunschkandidatin für diese Professur."
 
Das APS wurde als gemeinnütziger Verein 2005 in Bonn gegründet. Um die Arbeit seiner Arbeitsgemeinschaften für die nächsten fünf Jahren zu sichern, ist es neben den Beiträgen seiner 500 Mitglieder vor allem auf Projektförderung, zum Beispiel durch das  Bundesministerium für Gesundheit, und die Unterstützung seiner Förderer angewiesen.
 
"Um den Ausbau dieser Plattform für die Belange der Patientensicherheit zu gewährleisten und voranzutreiben, sind nun konkrete Signale aus der Politik und Hilfen, zum Beispiel durch eine gesicherte Basisfinanzierung, gefragt", betont François-Kettner. Denn während das APS von vielen weiteren wichtigen Aufgaben und Projekte geradezu "überflutet" werde, stoße die ehrenamtliche Tätigkeit bereits jetzt an ihre Grenzen.

Quelle: Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS)


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