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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
13. Februar 2021

Africa CDC rät Ländern, in denen Variante vorherrscht, von Astrazeneca-Impfstoff ab

Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC empfiehlt Ländern, in denen die aus Südafrika stammende Corona-Variante vorherrscht, nicht den Astrazeneca-Impfstoff einzusetzen. Die Variante sei in sieben afrikanischen Ländern festgestellt worden, sei aber bislang nur in Südafrika dominant, sagte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, am Donnerstag. Allerdings wissen viele Länder nicht unbedingt, welche Variante dort vorherrscht. Vor allem in Südafrikas Nachbarländern müsse es mehr Nachforschung geben, inwiefern die Variante dort zirkuliert, sagte Matshidiso Moeti, die Afrika-Chefin der Weltgesundheitsorganisation. Afrika werde sich dennoch nicht von dem Astrazeneca-Impfstoff abwenden, sagte Nkengasong.
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Eine am vergangenen Wochenende veröffentlichte Studie zeigte, dass der Astrazeneca-Impfstoff nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der aus Südafrika stammenden Variante B.1.351 schützt. Über die Wirksamkeit bei schweren Verläufen wird in der Studie keine Aussage getroffen. Daraufhin stoppte Südafrika vorübergehend seine geplanten Impfungen mit dem Wirkstoff. Allerdings empfahl die WHO am Mittwoch den weiteren Einsatz des Vakzins. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Impfstoff nicht gegen schwere Verläufe von Covid-19 schütze, hieß es.

Die internationale Covax-Initiative will in den kommenden Wochen mit der Lieferung von Astrazeneca-Impfdosen an Entwicklungs- und Schwellenländer beginnen. Der Astrazeneca-Impfstoff war bislang vor allem für Entwicklungsländer die große Hoffnung, unter anderem weil er nicht bei besonders niedrigen Temperaturen gekühlt werden muss und das die Logistik vereinfacht.

Südafrika hat inzwischen verkündet, die geplante Impfkampagne statt mit dem Astrazeneca- mit dem noch nicht genehmigten Johnson & Johnson-Impfstoff starten zu wollen. Das Land habe sich neun Millionen Dosen davon gesichert, davon würde die erste Ladung - 80.000 Dosen - kommende Woche ankommen, sagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstag in einer Ansprache an die Nation.

Quelle: dpa


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