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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
15. Juni 2016

Ärztegewerkschafter wollen Austausch intensivieren

Ärztemigration darf nicht zum Nachteil ärmerer Länder sein. Deshalb sollten alle Länder danach streben, genügend Ärztinnen und Ärzte auszubilden, um den eigenen Bedarf zu decken. Dafür hat sich die erste Internationale Konferenz der Ärztegewerkschaften stark gemacht, die auf Einladung des Marburger Bundes am 13./14. Juni 2016 in Berlin tagte. Die Vertreterinnen und Vertreter der Ärztegewerkschaften aus 24 Ländern sprachen sich in einer abschließenden Resolution zugleich für einen intensiven Austausch über Fragen der Migration von Ärzten aus.

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Zuwanderungswillige Ärzte sollten über die Arbeitsbedingungen, die Anerkennung medizinischer Zertifikate und die erforderlichen Sprachkenntnisse im Aufnahmeland informiert sein. Auch sollten sie möglichst frühzeitig auf Ärztegewerkschaften aufmerksam werden, die im Migrationsland den Ärzten mit Rat und Tat zur Seite stehen.
 
In einem zweiten Block diskutierten die Gewerkschafter auf der Berliner Konferenz über Arbeitszeiten von Ärzten. Dabei wurde deutlich, dass in allen Ländern Verstöße gegen die gesetzlichen Höchstgrenzen an der Tagesordnung sind. Überlange Arbeitszeiten stellten nicht nur eine Gefahr für Patienten dar, sondern bedrohten auch die Gesundheit von Ärzten. Dadurch verliere der Arztberuf an Attraktivität und verschlimmere im Ergebnis auch den Ärztemangel in vielen Ländern, heißt es in der gemeinsamen Resolution der Tagungsteilnehmer. Die Ärztegewerkschaften forderten die verantwortlichen Behörden auf, die bestehenden Arbeitszeitbegrenzungen durchzusetzen. Zugleich kündigten sie an, allen Versuchen einer Aufweichung von Gesundheits- und Sicherheitsstandards in den Arbeitszeitregelungen energisch entgegenzutreten. Ziel müsse es sein, Arbeitszeiten in dem Umfang zu reduzieren, wie dies den Wünschen und Bedürfnissen von Ärztinnen und Ärzten entspreche.

Quelle: Marburger Bund


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