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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
07. November 2016

Ärzte warnen vor Kahlschlag im Krankenhausbereich

Der Ärzteverband Marburger Bund hat Forderungen nach der Schließung von Krankenhäusern zurückgewiesen. Es sei unzutreffend, dass ein Viertel aller Krankenhäuser nicht bedarfsgerecht sei und ein Viertel aller gegenwärtigen Behandlungsfälle im ambulanten vertragsärztlichen Bereich zusätzlich behandelt werden könne, teilte die Organisation am Samstagabend mit. "Jeder Krankenhausarzt, der einmal während der sprechstundenfreien Zeiten in der Notaufnahme seinen Dienst verrichtet hat, aber auch jeder Patient, der den ärztlichen Notfalldienst in Anspruch nehmen musste, weiß, dass das genaue Gegenteil der Fall ist", heißt es in einem Beschluss der Delegierten der 130. Hauptversammlung des Marburger Bundes.

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Kritik übte die Hauptversammlung auch an der Wettbewerbsorientierung im Gesundheitswesen: "Vor allem die Leistungsträger - Ärzte, Krankenhäuser, Pflege und andere Gesundheitsberufe - stehen unter einem ständigen finanziellen Leistungsdruck, bei dem Humanität und Qualität der Patientenversorgung zunehmend unter die Räder kommen". Dieser finanzorientierte Wettbewerb schade der Qualität der Patientenversorgung und untergrabe das Vertrauen in das gesamte System. "Die Hoffnung einiger Politiker und anderer Verantwortlicher, dass sich durch diese Wettbewerbsideologie Kosten reduzieren ließen und die Qualität sich nicht verschlechtere, hat sich definitiv nicht erfüllt", betonten die Delegierten.

Quelle: dpa


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