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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
19. Juni 2019

BDI: Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung verfehlt ihr Ziel

Das Bundesministerium für Gesundheit will Ärzte verpflichten, Dosierungsempfehlungen verschriebener Arzneimittel auf Rezepten zu vermerken; eine Maßnahme, die aus Sicht des Berufsverbandes Deutscher Internisten e.V. (BDI) das Ziel verfehlt, die Therapiesicherheit für Patienten zu verbessern.
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„Eine Dosierungsempfehlung auf dem Rezept beweist weder, dass eine Belehrung des Patienten durch einen Arzt stattgefunden hat, noch ist das Rezept der richtige Ort dafür“, bewertet BDI-Präsident Prof. Hans Martin Hoffmeister den Verordnungsentwurf.
 
Schließlich verbleibe das Rezept am Ende in der Apotheke. Die Apotheker seien in der Verordnung jedoch überhaupt nicht bedacht. Um die richtige Einnahme sicherzustellen, bedürfe es anderer Maßnahmen: „Nicht umsonst sind Fälle ausgenommen, in denen dem Patienten bereits ein Medikationsplan, der das verordnete Mittel umfasst, oder eine entsprechende schriftliche Dosierungsanweisung des Arztes vorliegt“, so der BDI-Präsident.
 
Der Aktionismus des Gesetzgebers nimmt aus Sicht des BDI mittlerweile besorgniserregende Ausmaße an. „Ein Schnellschuss folgt dem anderen. Anstatt sich die tatsächlichen Abläufe im Patienten- und Praxisalltag bewusst zu machen, belegt man Kolleginnen und Kollegen mit einem weiteren bürokratischen Aufwand ohne Mehrwert für den Patienten. Damit wird die Versorgung mehr gestört als verbessert“, ist sich Prof. Hoffmeister sicher.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)


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