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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

16. April 2019 Bundesärztekammer-Präsident: Verbot organisierter Sterbehilfe richtig

Der Präsident der Bundesärztekammer hat sich dafür ausgesprochen, dass Sterbehilfe in Deutschland als Dienstleistung verboten bleibt. "Wir müssen als Ärzte klar sein, dass wir als Helfende, als Heilende ans Bett treten und nicht als Tötende", sagte Frank Ulrich Montgomery am Dienstag im RBB-Inforadio. "Menschen mit existenziellen Leiden benötigen medizinische Hilfe und menschliche Zuwendung. Palliativmedizin vermag dies zu leisten, geschäftsmäßige Sterbehilfe dagegen nicht", heißt es in einer Mitteilung von Montgomery.
Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) plädierte im Deutschlandfunk für einen Ausbau der Palliativmedizin. In Regionen, in denen Patienten noch nicht auf solche Möglichkeiten zurückgreifen können, sollten Palliativstationen in Krankenhäusern geschaffen werden, sagte Gröhe, der die geltende Regelung 2015 als Minister mit eingebracht hatte.

Seit gut drei Jahren steht Sterbehilfe als Dienstleistung unter Strafe. Mit dem Paragrafen 217 des Strafgesetzbuchs hat der Gesetzgeber klare strafrechtliche Grenzen gesetzt. Seit Dienstag verhandelt das Bundesverfassungsgericht über etliche Klagen gegen das Verbot. Eingereicht wurden sie von schwerkranken Menschen, professionellen Sterbehelfern, Palliativmedizinern und anderen Ärzten. Das Urteil dürfte frühestens in einigen Monaten verkündet werden. (Az. 2 BvR 2347/15 u.a.)

Quelle: dpa


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