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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

16. April 2019 Landarztquote – keine Hilfe für die aktuellen Probleme

Aktuell wird in der Politik über die Forderungen einer Landarztquote für Hausärzte diskutiert. Der Hausärzteverband lehnt eine Landarztquote für Hausärzte ab. Den Ausbau der Studienplätze im Bereich der Hochschulen in Baden Württemberg wird vom Hausärzteverband befürwortet. Junge Mediziner müssen mit lukrativen Angeboten nach Baden Württemberg gelotst werden.
Um den aktuellen Versorgungsbedarf abzufedern, wird der Ausbau der Studienplätze und die Forderung einer Hausarztquote nicht zeitnah helfen. Dr. Berthold Dietsche, Landesvorsitzender des Hausärzteverbandes Baden Württemberg weist darauf hin: „Effekte des Ausbau von Studienplätze werden wir erst in ca. 10 Jahren sehen. Aus diesem Grunde ist der Ansatz des Landarztquote für Hausärzte bei Studienanfängern wenig hilfreich und hilft vor allem nicht die aktuellen Versorgungsengpässe zu beheben.“ Der Hausärzteverband ist seit vielen Jahren um den ärztlichen Nachwuchs bemüht und versucht  mit der Initiative www.perspektive-hausarzt-bw.de dem Nachwuchs das sich geänderte Berufsbild nahe zu bringen. Allein die finanziellen Mittel des Hausärzteverbandes reichen hier nicht aus, um die vielen Veranstaltungen und Aktionen flächendeckend umzusetzen. Hier fehlt es an Partnern die sich ebenfalls für eine Niederlassungsoffensive für junge Mediziner  in Baden Württemberg engagieren.

Bundesweit fehlen Hausärzte in der Versorgung der Patienten und der Kampf um die jungen Mediziner hat erst begonnen. Gegenüber den anderen Bundesländern konnte in Baden Württemberg eine flächendeckende hausarztzentrierte Versorgung erreicht werden. „Durch die Etablierung der hausarztzentrierten Versorgung ist uns in Baden Württemberg gelungen die Situation der Hausärzte zu verbessern und dem Nachwuchs eine Perspektive zu geben. Hier sind erste positive Zeichen bei den steigenden Zahlen der Facharztprüfungen für Allgemeinmedizin zu erkennen. Akut müssen die Rahmenbedingungen zur Niederlassung in Baden Württemberg verbessert werden und eine bessere Honorierung der hausärztlichen Leistungen gewährleistet werden,“ ergänzte Dr. Dietsche.
Um die aktuellen und anstehenden Probleme in der flächendeckenden Versorgung der Patienten durch Hausärzte, bedarf es einer schnellen Umsetzung von Sofortmaßnahmen die nicht erst in vielen Jahren wirken.

Quelle: Hausärzteverband Baden Württemberg


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