Sonntag, 26. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

16. November 2018 Hartmannbund: Keine Substitution ärztlicher Leistungen

Zur jüngsten Einlassung der niedersächsischen Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD), auf die Substitution ärztlicher Tätigkeiten durch andere medizinische Fachberufe zu setzen, erklärt die Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Niedersachsen, Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat:
“Es ist das originäre Interesse der Ärztinnen und Ärzte, die medizinische Versorgung in Niedersachsen nachhaltig und kontinuierlich für alle Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Die medizinisch gebotene immer engere Verzahnung mit anderen Gesundheitsfachberufen wird maßgeblich von der Ärzteschaft vorangetrieben, nicht zuletzt in der Nutzung neuer telemedizinischer Strukturen. Dies beruht ganz wesentlich auf der Delegation ärztlicher Leistungen, denn die Verantwortung muss weiterhin der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin tragen.
 
Wie der Hartmannbund bereits 2011 feststellte, ist es paradox, Ärztinnen und Ärzte ausgerechnet von jenen Tätigkeiten entlasten zu wollen, für die sie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse jahrelang ausgebildet wurden. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht zuzumuten, ihnen die darauf gründende Qualität der medizinischen Versorgung vorzuenthalten. Die in der Formulierung "viele Sachen" implizierte verbale Bagatellisierung wesentlicher Bestandteile der Gesundheitsversorgung durch die niedersächsische Gesundheitsministerin könnte als Indiz dafür gewertet werden, welch geringe Bedeutung sie den medizinisch-ärztlichen Dienstleistungen und der medizinischen Versorgung insgesamt beimisst.
 
Der Hartmannbund-Landesverband Niedersachsen plädiert im Einklang mit den Beschlüssen des Deutschen Ärztetages für eine überlegte Delegation ärztlicher Leistungen. Denn diese respektiert das Recht der Patientinnen und Patienten auf eine qualitative Versorgung nach den aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen, respektiert die Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte für ihre Patientinnen und Patienten und respektiert zugleich die Qualifikation der verschiedenen medizinischen Fachberufe, die eng verzahnt mit den Ärztinnen und Ärzten zusammenarbeiten. Jeglichen Versuchen, die Qualität der Versorgung und die Patientensicherheit für eine kurzsichtige Sparpolitik zu opfern, erteilen wir eine klare Absage.”

Quelle: Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e. V.


Das könnte Sie auch interessieren

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt...

Startschuss für den Regensburger Leukämielauf 2017: Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer übernimmt Schirmherrschaft und die Kapelle Josef Menzl beginnt Training

Startschuss für den Regensburger Leukämielauf 2017: Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer übernimmt Schirmherrschaft und die Kapelle Josef Menzl beginnt Training
© ivanko80 / Fotolia.com

Vor der Kulisse des Alten Rathauses wurde gestern (26.06.) Bürgermeisterin Gertrud Maltz- Schwarzfischer das erste Laufshirt des Regensburger Leukämielaufes 2017 von Professor Dr. Reinhard Andreesen, Vorsitzender der Leukämiehilfe Ostbayern e.V., überreicht. Mit der Übergabe des Laufshirts an das Stadtoberhaupt startet traditionell der Countdown zum größten Benefizlauf in Ostbayern, der in diesem Jahr am 15. Oktober stattfindet.

Selbsthilfe bei Lungenkrebs: Betroffene helfen Betroffenen

Krebspatienten fühlen sich oft überfordert – auch Patienten mit Lungenkrebs. Kaum ist die Diagnose gestellt, beginnen die ersten Therapien: Operationen oder viele Zyklen Chemotherapie fordern und verändern nicht nur den Körper, sondern auch das gesamte Leben mit einem Schlag. Die Psyche kommt so schnell kaum hinterher: Die meisten Betroffenen begreifen erst nach und nach, dass sich das Leben ab jetzt drastisch ändert und nie mehr so sein wird wie zuvor.

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hartmannbund: Keine Substitution ärztlicher Leistungen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.