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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

09. November 2018 BDI: Krankenkassen konterkarieren Ziele der Krankenhausgesetzgebung im Rahmen des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes

Der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) kritisiert das Verhalten der Krankenkassen, die geplante Verkürzung der Verjährungsfristen bei Krankenhausabrechnung zu unterlaufen.  Nach Informationen des BDI sind davon vor allem spezialisierte Krankenhausabteilungen wie zum Beispiel die Geriatrie betroffen.
Die geplante Reduzierung der Verjährungsfristen von vier auf zwei Jahre hat bei den Krankenkassen eine undifferenzierte Kürzungswelle bereits abgerechneter Krankenhausleistungen ausgelöst. Die versandten Bescheide sind erlösrelevant, ohne dass sie rechtlich geprüft sind.  Das führt zu Liquiditätsengpässen die existenzbedrohend sein können. BDI-Präsident Dr. Hans-Friedrich Spies stellt klar: "Grundsätzlich begrüßt der BDI die Absicht des Gesetzgebers, durch Verkürzung der Verjährungsfristen die Krankenhausabrechnung rechtsicherer zu gestalten."
 
Der BDI fordert jedoch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf, in den Ausführungsbestimmungen des Gesetzes dafür zu sorgen, dass diesem Missbrauch durch die Krankenkassen Einhalt geboten wird.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)


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