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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

31. Oktober 2018 Qualität und Transparenz im Fokus der Kliniken

Mit der Veröffentlichung des Berichtes zu den planungsrelevanten Qualitätsindikatoren wird wesentlich zur Versachlichung der Qualitätsdebatte im stationären Bereich beigetragen. Die von den Krankenkassen immer wieder vorgetragene Behauptung, Kliniken lieferten mangelhafte Qualität und falsche Daten, wird durch den vorgelegten Bericht eindeutig widerlegt. Für dieses Verfahren wurden in mehr als 1.000 Krankenhausstandorten 7.753 Indikatoren ausgewertet.
Von 163 statistisch auffälligen Ergebnissen bleiben schlussendlich 73 durch Fachexperten geprüfte qualitative Auffälligkeiten übrig, in denen bei einem einzelnen Indikator eine Qualitätsunterschreitung festzustellen gewesen ist. 36 dieser Auffälligkeiten wurde durch nur jeweils einen einzigen Fall im Krankenhaus verursacht. Im Indikator zum Vermeiden der Lymphknotenentnahme bei nicht-invasivem Brustkrebs und einem weiteren Indikator im Rahmen der Geburtshilfe gab es kein einziges auffälliges Krankenhaus. "Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass die Behandlungsqualität gut ist und keinen Handlungsbedarf für die Krankenhausplanung auslöst. Eine Unterschreitung in einem einzelnen Fall sagt letztendlich nichts über die Gesamtqualität einer Abteilung oder eines Krankenhauses aus. Zugleich macht es aber auch deutlich, wie sehr die Kliniken die Qualität und Transparenz im Fokus haben", erklärte Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhaus-gesellschaft (DKG).

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es das Verfahren der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren. Dieses Instrument der stationären Qualitätssicherung wurde mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) eingeführt. Zielsetzung ist es, den Bundesländern Werkzeuge an die Hand zu geben, um bei der Krankenhausplanung die Qualität der medizinischen Versorgung einer Klinik zu berücksichtigen. Seit Jahresbeginn 2017 liefern die Krankenhäuser quartalsweise Daten für elf Qualitätsindikatoren der Bereiche Geburtshilfe, gynäkologische Operationen und Mammachirurgie.

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)


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