Donnerstag, 22. August 2019
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

01. November 2018 Erfolgsprojekt „Familiale Pflege“ wird Regelversorgung

Mit dem Ziel, pflegende Angehörige zu stärken, soll das Projekt „Familiale Pflege“ ab dem 1. Januar 2019 in die Regelversorgung überführt werden. Die AOK Nordwest und Rheinland-Hamburg als finanzierende Pflegekassen wollen dabei offenbar zentrale Qualitätsmerkmale des Projektes nicht fortsetzen.
Die „Familiale Pflege“ dient der Begleitung und Kompetenzförderung von pflegenden Ehepartnern und Angehörigen im Übergang vom Krankenhaus in die poststationäre Versorgung durch dafür extra qualifizierte Pflegefachpersonen. Seit 2013 werden in Schleswig-Holstein im Rahmen des Modellprojektes Pflegefachpersonen methodisch und didaktisch dafür qualifiziert, Angehörige auf die häusliche Pflegesituation im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt vorzubereiten. Die nun von der AOK Nordwest vorgelegten Verträge sehen keinerlei Qualifizierung der Pflegefachpersonen vor, die aber für die komplexen häuslichen Versorgungsituationen dringend notwendig sind. „Es kann nicht sein, dass Kostenträger entscheiden, welche pflegefachliche Expertise für eine qualitätsgesicherte Versorgung nötig ist“ sagt Swantje Seismann-Petersen, stellv. Vorsitzende des DBfK Nordwest.

Friederike Hohmann, (Geschäftsführerin des Diakonissenkrankenhauses Flensburg, Mitglied im DBfK), kritisiert ferner, dass die Inhalte der Pflegekurse für Angehörige von der Pflegekasse festgelegt und vorgeschrieben werden. Auch die nun vorgelegte Finanzierung entspricht in weiten Teilen nicht dem Modellprojekt.

„Es ist offensichtlich, dass bei der durch die Kostenträger eingeschlagene Vorgehensweise Kosteneinsparungen und nicht die Interessen der Patienten und ihrer Familien im Vordergrund stehen.“, so Seismann-Petersen weiter. Um die Versorgung weiterhin sicher gewährleisten zu können, fordert der DBfK Nordwest die Kostenträger auf, die Verträge für die Regelversorgung entsprechend der guten Ergebnisse des Modellprojekts zu gestalten.

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.


Das könnte Sie auch interessieren

Geballtes Wissen zu Krebs für alle

Geballtes Wissen zu Krebs für alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten, finden ausführliche Informationen über...

Brustkrebs: Wissen schafft Mut

Brustkrebs: Wissen schafft Mut
© drubig-photo / Fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Damit ist das Mammakarzinom mit 65.500 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste Tumor bei Frauen. Die Diagnose wirft Fragen auf: Welche Therapie ist die richtige? Wo bekomme ich Hilfe? Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Krebspatienten bei ihrem Kampf gegen die Erkrankung. Sie bietet allen Betroffenen eine kostenfreie telefonische Beratung an und hält allgemeinverständliche...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Erfolgsprojekt „Familiale Pflege“ wird Regelversorgung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren