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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

02. November 2018 Patientenwohl als Leitschnur für die Krankenhäuser

Für einen erfolgreichen Patientendialog ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Klinik-Personal und Patienten von zentraler Bedeutung. Aber wie sollte ein vorbildlicher Patientendialog in Krankenhäusern tatsächlich aussehen? Wie kann eine Atmosphäre im Klinikalltag geschaffen werden, die von Verständnis für die Perspektive des kranken Menschen geprägt ist? Um diese Kommunikation zu stärken, gibt es beim 41. Deutschen Krankenhaustag, der vom 12. bis 15. November 2018 im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf stattfindet, ein spezielles Forum, das die Bedeutung und Rolle der Patientenfürsprecher in den Kliniken unterstreicht.
"Patientenrechte stärken und Kosten sparen. Der Wert der Patientenfürsprecher in Kliniken und Krankenhäusern" – unter diesem Leitspruch veranstaltet der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) am 14. November 2018 auf dem Deutschen Krankenhaustag ihre diesjährige Fachtagung. In Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie ein ethisch wertvoller Umgang mit Patienten gelingen kann und welchen Anteil daran Patientenfürsprecher haben. Vertreter aus der Bundespolitik, von Kliniken sowie weitere Experten aus dem Gesundheitswesen tauschen sich über Bedürfnisse von Patienten, Patientenrechte und ethische Werte im Krankenhaus aus und suchen Lösungsansätze für eine bessere Patientenorientierung.

"Die Patientenfürsprecher sind für Menschen in Krankenhäusern da, vermitteln bei Missverständnissen und Unstimmigkeiten mit Personal und Ärzten und klären die Patienten ausführlich über ihre Rechte auf", erklärt Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Katholischen Klinikum Essen und erster Vorsitzender des 2015 gegründeten Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK). Doch vielen Patienten sei gar nicht bekannt, dass es Patientenfürsprecher in Krankenhäusern gibt, die sich für sie und ihre Bedürfnisse stark machten, so Schliffke. "Mit unserer diesjährigen Fachtagung im Rahmen des 41. Deutschen Krankenhaustages können wir den Bekanntheitsgrad sicherlich weiter erhöhen", so der BPiK-Vorsitzende.

Erstmals vergeben die Veranstalter in diesem Zusammenhang den Award "Patientendialog 2018" auf dem Deutschen Krankenhaustag. Diese Auszeichnung würdigt Kliniken, die sich in besonderem Maße für eine optimale Kommunikation zwischen Klinik-Personal und Patienten oder Angehörigen, ein vorbildlich funktionierendes Beschwerdemanagement und ehrenamtlich arbeitende Patientenfürsprecher einsetzen. Darüber hinaus soll der Award möglichst viele Krankenhäuser motivieren, ihren ethisch geprägten und achtsamen Umgang mit Patienten weiter zu entfalten und zu leben. Der hochkarätigen Jury gehören unter anderem der renommierte Arzt und Medizinethiker Giovanni Maio, Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und Dirk Heidenblut, Abgeordneter der SPD im Deutschen Bundestag und Mitglied des Gesundheitsausschusses, an. Der Gesundheitspolitiker Heidenblut stiftet zudem die Trophäe, die der Siegerklinik übergeben wird.

Der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern und der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen tragen zudem den am 26. Januar 2019 zum vierten Mal stattfindenden "Tag des Patienten" aus. Mit diesem Aktionstag machen Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen bundesweit auf die Rechte von Patienten aufmerksam. Sie organisieren Aktionen und Veranstaltungen wie Vorträge zu patientenrelevanten Themen, persönliche Gespräche mit Beschwerdemanagern sowie Patientenfürsprechern oder richten Telefonhotlines ein.

Weitere Informationen finden Sie im Kongressprogramm unter www.deutscher-krankenhaustag.de.

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)


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