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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

31. Oktober 2018 Studie: Traumatisierte Flüchtlinge öfter mit Gesundheitsproblemen

Flüchtlinge mit Gewalterlebnissen wie Krieg oder Verschleppung haben laut einer Studie deutlich häufiger Gesundheitsprobleme als Migranten ohne traumatische Erfahrungen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIDO) hervor. Demnach berichteten Menschen mit traumatischen Erlebnissen zu knapp 26% von physischen und psychischen Beschwerden – mehr als doppelt so häufig wie Befragte, die in der Heimat oder auf der Flucht nach eigenen Angaben keine Gewalt erfuhren (knapp 12%).
Berichtet wurde vor allem von seelischen Problemen: Genannt wurden oft Nervosität, Unruhe (42,9%) und Mutlosigkeit, Traurigkeit, Bedrückung (42,7%). Erst danach folgten körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen (36,6%) oder Kopfschmerzen (36,4%). Mehr als drei Viertel der rund 2.000 Befragten erzählten von Gewalt – die meisten davon von Kriegserlebnissen. Berichtet wurde auch von verschleppten, verschwundenen oder gewaltsam ums Leben gekommenen Angehörigen oder nahe stehenden Menschen.

Nur ein geringer Teil traumatisierter und psychisch kranker Geflüchteter erhalte aktuell angemessene Behandlung, kritisierte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink. "Das ist verantwortungslos." Dass Leiden chronisch werden, würde dadurch in Kauf genommen, die Integration werde gefährdet.

Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach sagte dem Berliner "Tagesspiegel", man habe die Aufgabe bisher unterschätzt und vernachlässigt. Die Betroffenen seien "ein Leben lang chronisch krank, mit hohen Kosten und einem nicht unerheblichen Risiko für die Gesellschaft."

Quelle: dpa


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