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23. Oktober 2018 Praxissoftware – oft teuer und überfrachtet

Das Ergebnis der diesjährigen Ärzte-Umfrage zum Thema Praxissoftware liegt vor – und fällt wenig schmeichelhaft für die Hersteller aus: 54% der über 1.100 teilnehmenden Ärzte klagten über zu hohe laufende Kosten ihrer Systeme. Auch äußerten viele niedergelassene Mediziner die Kritik, dass ihr Programm nicht genau genug auf die Anfordernisse der Praxis zugeschnitten sei.
Durchgeführt wurde die Befragung vom Ärztenachrichtendienst (änd) in Hamburg. Laut Auswertung betonten 64% der Ärzte, dass ihr Praxisprogramm mit unzähligen Funktionen überladen sei, die sie im Alltag kaum nutzten. 20% beschwerten sich dagegen über fehlende Funktionen – nur 16% berichteten von optimalen Bedingungen. Insgesamt würden nur 44% der Umfrageteilnehmer ihr Programm bedenkenlos einem anderen Kollegen ans Herz legen.

Wie schon bei der Vorjahresumfrage sieht das Bild beim Service dagegen besser aus: Beim telefonischen sowie beim Vor-Ort-Service scheinen die Anbieter hauptsächlich gute Arbeit zu leisten. Der Online-Service erhält im Schnitt geringfügig schlechtere Noten – doch auch hier überwiegen die positiven Stimmen.

Neu bei der aktuellen Umfrage waren die Fragen zum Anschluss an die Telematik-Infrastruktur (TI). Dem Ergebnis zufolge sind bereits 25% der Umfrageteilnehmer an die TI angeschlossen. Davon berichteten 29% von großen Problemen, die es bei der Installation gegeben habe und deren Lösung die Praxis viel Zeit gekostet habe. 44% berichteten von kleineren Problemen. Lediglich 27% der Ärzte gaben an, dass der Anschluss der Praxis an die TI völlig reibungslos abgelaufen sei.

Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Service der Praxissoftware-Anbieter während des TI-Anschlusses gab es insgesamt gerade noch ein positives Fazit: 56% der angeschlossenen Ärzte bewerten die Leistung der IT-Firmen als gut oder sehr gut, weitere 21% als mittelprächtig.

Die Online-Umfrage lief vom 9. bis 16. Oktober 2018. Es beteiligten sich 1.134 änd-Mitglieder (überprüfte niedergelassene Haus- und Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet).

Quelle: änd Ärztenachrichtendienst Verlags-AG


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