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12. Oktober 2018 Marburger Bund: „Wir werden das IGZ-Modell sorgsam prüfen“

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat am Mittwoch ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten vorgestellt, das modellhaft die Transformation kleiner ländlicher Krankenhäuser zu sogenannten Intersektoralen Gesundheitszentren (IGZ) beschreibt. Die IGZ sollen im ambulanten Sektor angesiedelt sein, das Angebot der Zentren würde aber über das klassische ambulante Leistungsportfolio hinausgehen. Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, nimmt dazu Stellung:
„In seiner Grundstruktur entspricht das Modell einer älteren Marburger-Bund-Idee zum Umgang mit Krankenhäusern, die zu klein geworden sind, um dauerhaft bestehen zu können. In Nordrhein-Westfalen gab es vor Jahren sogar einmal eine öffentliche Anschubfinanzierung für solche Modelle in Höhe von 50 Mio. Euro, die aber nicht in Anspruch genommen wurde. Ich habe die Idee damals gestützt und mitentwickelt. Für die betroffenen Häuser kann das Modell ein Ausweg sein und einen sonst drohenden Abbau von notwendigen medizinischen Versorgungskapazitäten verhindern. Aus unserer Sicht sollte es aber auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Trägerschaft von Krankenhausträgern mit Vertragsärzten und auch die Möglichkeit einer gegebenenfalls kombinierten ambulant-stationären Versorgungsleistung geben.

Es darf keine schematische Betrachtung kleiner Krankenhäuser geben, viele von ihnen haben auch in ihrer jetzigen Gestalt eine wichtige Funktion für die Aufrechterhaltung einer wohnortnahen stationären Versorgung. Auch die Gutachter weisen darauf hin, dass sich die Krankenhausstrukturen enorm voneinander unterscheiden, nicht nur zwischen urbanen und ländlichen Räumen, sondern auch zwischen einzelnen Bundesländern.

Die Einzelheiten des von der KBV vorgestellten Modells werden wir nun sorgsam in unseren Gremien prüfen. Wir wollen die Fallstudien und Kalkulationen der Gutachter im Einzelnen nachvollziehen können. Nach der eingehenden Analyse werden wir dann eine umfassende Bewertung vornehmen.“

Quelle: Marburger Bund


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