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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

11. Oktober 2018 Senkung des Krankenkassen-Zusatzbeitrages

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will den Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung um 0,1 Prozentpunkte senken. "Die Wirtschaft läuft gut. Das führt weiterhin zu Überschüssen in der Krankenversicherung", erklärte er in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Donnerstag. "Daher können wir hier den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz um 0,1 Punkte senken."
Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung besteht aus zwei Teilen: Derzeit liegt der allgemeine Beitrag bei 14,6% des Bruttolohns, der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,0 Prozentpunkten des Bruttolohns. In Zukunft könnte letzterer demnach bei 0,9 Prozentpunkten liegen. Je nach Finanzlage dürfen die Kassen von diesem Durchschnittsbeitrag aber abweichen. Der Zusatzbeitrag war bisher von den Mitgliedern allein zu zahlen, ab Januar soll er – so wie der fixe allgemeine Beitrag – wieder zur Hälfte von den Arbeitgebern getragen werden.

Mit Blick auf die vom Bundeskabinett am Mittwoch beschlossene Beitragssteigerung bei der gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,5 Punkte fügte Spahn nach seiner Ankündigung hinzu: "Wo es geht, entlasten wir die Beitragszahler. Das gibt dann auch Spielraum für die notwendige Erhöhung in der Pflege."

Quelle: dpa


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