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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

10. Oktober 2018 Kassenärzte schlagen Umwandlung kleinerer Kliniken vor

Die Kassenärzte schlagen eine Umwandlung kleinerer, schwach ausgelasteter Krankenhäuser in Gesundheitszentren vor, um Standorte vor allem auf dem Land zu erhalten. Das Motto laute "Umbau statt Abbau", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Mittwoch. Die ambulanten Zentren könnten eine allgemeine, internistische und chirurgische Grundversorgung anbieten und Patienten für bis zu drei Tage in Bettenabteilungen aufnehmen. Das Angebot könnte durch Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten um weitere Fachgebiete erweitert werden.
Das Entscheidende sei, dass eine Versorgung vor Ort gewährleistet bleibe, erläuterte Gassen. "Für die Patienten ist wichtig, dass Alltagserkrankungen und alles, was eben nicht zwingend einen stationären Klinikaufenthalt erfordert, wohnortnah versorgt werden kann." Dann werde es auch akzeptiert, für größere planbare Eingriffe 30 Kilometer weiter in ein Vollversorgerkrankenhaus zu fahren. Hintergrund ist, dass Krankenhäuser vor allem in ländlichen und wirtschaftsschwachen Regionen teils defizitär arbeiten und in der Existenz bedroht sind.

Quelle: dpa


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