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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

14. September 2018 Kinderärzte gegen Ausgrenzung: Kein Kind zurücklassen

In Leipzig wurde am Donnerstag der Kongress für Kinder- und Jugendmedizin eröffnet, mit mehr als 2.000 Teilnehmenden die größte Tagung des Fachs. Neben dem fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen steht in diesem Jahr das klare Bekenntnis im Vordergrund: „Kein Kind zurücklassen“.
Ingeborg Krägeloh-Mann, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) macht den Rahmen dieses Mottos deutlich: „Die politische und gesellschaftliche Realität macht uns, die wir uns um die Gesundheit und Entwicklung eines jeden Kindes bemühen, schmerzhaft bewusst, wie notwendig das Bekenntnis gegen Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung ist. In der Kinderheilkunde steht im Zentrum: das Kind. Unabhängig von Herkunft, Aussehen, sozialem, kulturellem, religiösem oder sonst einem Hintergrund.“

Anlass dieses Bekenntnisses ist ein Vorfall in Brandenburg, bei dem Eltern gezielt forderten, ihr Kind in einem „ausländerfreien Zimmer“ unterbringen zu lassen, was der Chefarzt mit dem Hinweis auf ausschließlich medizinische Erwägungen für die Belegung konterte. Die Presse berichtete darüber.

Vor fast genau 70 Jahren, im September 1948, hielt der Weltärztebund fest, dass die medizinische Verantwortung unabhängig ist von ethnischer Herkunft und Staatsangehörigkeit des Patienten. Der Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2018 greift dies auf und bringt die Zielsetzung „Kein Kind zurücklassen“ mitten hinein in den gesellschaftlichen Alltag, betonte die DGKJ-Präsidentin beim Auftakt der größten Tagung des Fachs im deutschsprachigen Raum.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)


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