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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

10. September 2018 Medizinethiker diskutieren über die digitale Zukunft der Medizin

Vom 13. bis 15. September findet an der Universität zu Köln die Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) statt. Die vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) ausgerichtete Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema „Medizin 4.0 – Ethik im digitalen Gesundheitswesen“.
Die allgegenwärtige digitale Transformation betrifft auch den Gesundheitssektor in besonderem Maße. Auf der Tagung beschäftigen sich Fachleute und Stakeholder mit den tiefgreifenden Veränderungen, die mit der stetig voranschreitenden Digitalisierung für Medizin, Gesundheitsversorgung und Pflege einhergehen. „Die digitalisierte Medizin eröffnet vielversprechende Möglichkeiten in Forschung, Therapie, Prävention und Pflege. Der Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten, die Nutzung künstlicher Intelligenz und der Einsatz von Apps als digitale Assistenz- und Überwachungssysteme bergen jedoch auch Risiken. Auf der Tagung werden wir uns mit vielfältigen ethischen Fragen rund um Medizin 4.0. auseinandersetzen“, sagt Professorin Dr. Christiane Woopen, Geschäftsführende Direktorin von ceres und Co-Sprecherin der neu berufenen Datenethikkommission der Bundesregierung.

Schwerpunkte des Programms bilden die Themenfelder „Gesundheit, Krankheit und individuelle Selbstbestimmung“, „Interaktionen im therapeutischen/pflegerischen Bereich“ und „Gerechtigkeit, Solidarität und Governance“. Ausdrücklich auch an die Öffentlichkeit richten sich der Festvortrag „Mensch, Maschine! – Eine Verteidigung des europäischen Menschenbilds“ der Juristin und Autorin Yvonne Hofstetter („Sie wissen alles“, „Das Ende der Demokratie“) am 13. September um 18 Uhr sowie die Podiumsdiskussion „Zur Zukunft der digitalen Medizin – Wieviel Raum bleibt für die Ethik?“ mit Gästen aus den Bereichen Politik, Patientenvertretung, Selbstverwaltung, Versicherungen und Technologie am 15. September um 11 Uhr.

Veranstaltet wird die Tagung vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) unter dem Schirm der Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (AEM). ceres ist ein Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit. Es wird getragen von fünf Fakultäten und dem Rektorat der Universität zu Köln. Die AEM ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle medizinethische Fachgesellschaft. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs über ethische Fragen in der Medizin, der Pflege und im Gesundheitswesen zu fördern.

Quelle: Universität Köln


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