Sonntag, 24. März 2019
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

05. September 2018 Tschechien kämpft mit Ärztemangel – mehr Studienplätze geplant

Jedes Jahr ziehen Hunderte tschechische Ärzte nach Deutschland oder in andere westliche EU-Staaten. Die Lücke wird oft mit ausländischen Medizinern gefüllt, viele davon aus der Ukraine und andere ehemaligen Sowjetrepubliken. Doch nun schlägt die tschechische Ärztekammer Alarm: Mehr als 400 ausländische Ärzte arbeiteten in Tschechien, ohne die erforderlichen Sprach- oder Zulassungsprüfungen absolviert zu haben, teilte die Standesvertretung am Dienstag mit.
"Die Wirklichkeit sieht so aus, dass sie als billige Arbeitskräfte genutzt werden und ganz ohne Aufsicht arbeiten", sagte Kammerpräsident Milan Kubec der Agentur CTK. Es liege eine Beschwerde gegen einen Mediziner vor, der nicht erkannt habe, dass ein Kind seinen Schnuller verschluckt hatte. Die Kammer forderte bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung, um die Abwanderung zu begrenzen.

Unterdessen beschloss die Regierung aus populistischer ANO und sozialdemokratischer CSSD am Dienstag in Prag, die Zahl der Studienplätze für Medizin um 15% zu erhöhen. Dafür sollen über das nächste Jahrzehnt umgerechnet rund 264 Millionen Euro bereitgestellt werden. Derzeit absolvieren jährlich rund 1.300 Studenten ein Medizinstudium in Tschechien.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr
© Fotolia / oneinchpunch

Der Weltgesundheitstag am 7. April 2016 stellt das Thema Diabetes in den Mittelpunkt. In Deutschland sind fast 7,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetiker haben zudem ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein ungesunder Lebensstil kann jedoch nicht nur zu Diabetes führen, er ist auch grundsätzlich ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe...

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
© Petry

Humane Papillomviren, kurz HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Einige Virentypen können Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und andere Krebsarten verursachen. Wissenschaftler kooperieren jetzt in einer neuen Studie, um ein HPV-Typ-spezifisches Modell für den Krankheitsverlauf von HPV-Infektionen zu entwickeln. Dazu werden klinische Daten aus großen populationsbasierten Studien der Frauenklinik Wolfsburg in Zusammenarbeit mit einer...

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“
© Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

„Hut ab“ oder „Chapeau“ - das sagen Menschen, um Wertschätzung und Anerkennung vor der Leistung Anderer auszudrücken. Am 25. Juni 2016 bietet die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums an 40 Orten in Deutschland Mitbürgern die Möglichkeit, durch die Geste des „Hutziehens“ ein Zeichen der Solidarität mit an Krebs erkrankten Menschen zu setzen und das Engagement der ehrenamtlich...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Tschechien kämpft mit Ärztemangel – mehr Studienplätze geplant"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.