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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

24. August 2018 Digitalisierung kann die Pflege im eigenen Heim unterstützen

"Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bietet der technische Fortschritt Chancen auf Entlastung", erklärt Christian Bredl, Leiter der Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse. Im Alter wollen viele Menschen möglichst lange und möglichst selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben und zu Hause gepflegt werden. Für über 70% der Pflegebedürftigen ist die Pflege zu Hause Realität.
Die Digitalisierung birgt das Potenzial, die Autonomie im eigenen Heim zu unterstützen. Beispielsweise können smarte Technologien ("Smart Home") für Sicherheit bei Pflegebedürftigen und deren Angehörigen sorgen. Dazu gehören etwa Sensoren, die Aktivitäten oder Stürze melden. Es gibt bereits zahlreiche Ansätze, wie Sensorik, Sprachassistenz und künstliche Intelligenz zu digitalen Lösungen für Patienten und Angehörige verknüpft werden könnten. Erfreulicherweise sind auch viele Ältere offen für digitale Helfer. So sehen acht von zehn der über 60-Jährigen in Deutschland in der Digitalisierung des Gesundheitswesens überwiegend Vorteile.

 
"Das von der bayerischen Staatsregierung geplante neue Bayerische Zentrum für digitale Pflege an der Hochschule Kempten ist ein begrüßenswerter Schritt in Richtung digitale Pflegehelfer", so Bredl. Das neue Zentrum soll unter anderem erforschen, wie digitale Technologien Pflegende in Privathaushalten oder Pflegeeinrichtungen entlasten können. "Leider werden solche digitalen Smart-Home-Lösungen derzeit nicht im Leistungskatalog der Pflegeversicherung berücksichtigt", bedauert Bayerns TK-Chef. Er fordert deshalb, dass der Leistungskatalog der Pflegeversicherung entsprechend erweitert wird.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Bayern


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