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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

30. Juli 2018 Patientenschützer: Kliniken müssen endlich Pflege-Zahlen vorlegen

Patientenschützer haben Zweifel geäußert, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Krankenhäusern bis 2020 konkrete Vorgaben zum Pflegepersonal machen kann. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag: "Bis jetzt fehlen die Fakten zu den Personalzahlen in der Pflege. Aber ohne die funktioniert das ganze Modell nicht." Die Krankenhäuser riefen zwar nach immer mehr Geld auch in der Pflege, legten aber keine belastbaren Zahlen dafür vor. "Tricksen, täuschen und permanent nach mehr Geld rufen. Das ist die oft geübte Praxis der Krankenhaus-Lobbyisten", sagte Brysch.
Hintergrund ist, dass bereits zum 1. Januar 2019 ein Gesetz von Spahns Vorgänger Hermann Gröhe (CDU) in Kraft tritt, wonach die Krankenhäuser zunächst nur für wenige ausgewählte Stationen eine Personaluntergrenze für die Pflege vorhalten müssen. Doch solange die Krankenhäuser keine Zahlen lieferten, könne der anfallende Pflegeaufwand in der Praxis überhaupt nicht errechnet werden, warnt Brysch.

"Damit am 1. Januar für die ausgewählten Stationen etwas passiert, muss der Gesundheitsminister Spahn jetzt eine Regelung für Personaluntergrenzen anweisen", argumentiert Brysch und macht dabei deutlich, dass diese Klärung auch Grundlage von Spahns Gesetz sei, dass dann 2020 kommen soll.

Quelle: dpa


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