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12. Juni 2018 BDI: Landarztquote in Nordrhein-Westfalen – purer Aktionismus

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens setzt zum Wintersemester 2018 eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages um und führt die Landarztquote ein. Hiermit soll die hausärztliche Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten gestärkt werden. „Die Regelung greift zu kurz, weil der Begriff Landarztquote sich einzig und allein auf die Allgemeinmedizin bezieht“, urteilt Dr. Hans-Friedrich Spies, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI).
Es wird einmal mehr verkannt, dass die hausärztliche Versorgung nicht nur von der Allgemeinmedizin, sondern in einem überwiegenden Teil von hausärztlich tätigen Fachärzten für Innere Medizin sowie Kinder- und Jugendärzten sichergestellt wird. Von daher ist es unverständlich, wie durch eine Förderung einer einzelnen Fachgruppe ein generell bestehender Ärztemangel gelöst werden soll. So fehlen in der Versorgung auch zunehmend grundversorgende Fachärzte.
 
„Damit ist die Lösung des Problems einfach – zusätzliche Studienplätze müssen her“, fordert Tilo Radau, Geschäftsführer des BDI. Die gesetzlichen Maßnahmen greifen frühestens in 12 Jahren – bis dahin hat sich die Versorgung weiterentwickelt und ob sich die jungen, angehenden Ärzte schon im Studium auf ihr zukünftiges Tätigkeitsfeld festlegen werden – bleibt abzuwarten. Das Gesetz ist offensichtlich mit einer zu heißen Nadel gestrickt und bedarf dringend einer Überarbeitung und Korrektur.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)


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