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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

11. Juni 2018 Union und SPD einig über Umsetzung der Pflegeausbildungsreform

Union und SPD haben sich über die Umsetzung der noch in der vergangenen Wahlperiode beschlossenen Reform der Ausbildung für Pflegeberufe verständigt. Die entsprechende Verordnung soll nach dpa-Informationen voraussichtlich in dieser Woche vom Kabinett beschlossen werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach von einem guten Kompromiss.
"Wir wollen, dass sich möglichst viele für diesen verantwortungsvollen Beruf entscheiden", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Gute Ausbildungsstandards sollten aber auch erhalten bleiben. "Gute Pflege braucht Einfühlungsvermögen, hohe Einsatzbereitschaft – und eben das nötige Wissen."

Die Reform sieht eine gemeinsame Ausbildung von zwei Jahren für alle Azubis vor. Im dritten Jahr können sie dann die allgemeine Ausbildung fortsetzen – oder sich auf die Pflege von Kindern oder alten Menschen spezialisieren. Die Auszubildenden müssen künftig kein Schulgeld mehr bezahlen, sondern bekommen eine Ausbildungsvergütung. Die Verordnung, die nun von Gesundheits- und Familienministerium vorgelegt werden soll, regelt unter anderem Anforderungen an die Pflegeausbildung und die entsprechenden Prüfungen. Starten soll die neue Ausbildung 2020.

Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) sagte dem Handelsblatt: "Die nun vereinbarten Standards in der Altenpflege bringen die Ausbildung qualitativ voran, ohne die Ansprüche so stark anzuheben, dass Hauptschüler keine Chance haben." Die SPD-Abgeordnete Bettina Müller warf der Union dagegen vor, diesen Teil der Verordnung "abschwächen und qualitativ abwerten" zu wollen. Die SPD habe in den Beratungen aber "das Schlimmste verhindern" können.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz äußerte sich skeptisch, dass es nach Jahren "quälend langer Diskussionen" zu schnellen Verbesserungen komme. Ob mit der Reform ein Lauf in die Pflege-Ausbildung beginne, sei nicht sicher, sagte Vorstand Eugen Brysch. Da die Änderungen 2020 greifen, müssten Azubis zunächst weiter für die Ausbildung zahlen.

Quelle: dpa


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