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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

30. Mai 2018 Beim Weggang von privater Krankenversicherung droht Pflegegeld-Lücke

Wer von einer privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung wechselt, muss möglicherweise zwei Jahre ohne Pflegegeld auskommen. Denn erst nach dieser Übergangszeit in der gesetzlichen Absicherung besteht ein Anspruch auf die Leistungen. Die Verbraucherzentrale Hamburg verweist auf ein entsprechendes Urteil des Bundessozialgerichts (Az.: B3P5/16R). Betroffen davon sind Personen, die freiwillig in die Familienversicherung ihres Partners eintreten wollen.
Die Verbraucherschützer raten Wechselwilligen, erstmal nur die private Kranken-, nicht aber auch die Pflegeversicherung zu kündigen. Diese sollten sie zwei Jahre lang weiterfinanzieren, bis die Leistungen von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden.

Die Kosten einer solchen Lücke darf man nicht unterschätzen: Beim höchsten Pflegegrad fünf wären das für zwei Jahre 50.000 Euro, nennt die Verbraucherzentrale ein Beispiel. Das Weiterführen der privaten Pflegeversicherung koste in den meisten Fällen für 24 Monate weniger als 2.700 Euro.

Quelle: dpa


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