Dienstag, 25. Juni 2019
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

29. Mai 2018 Ärztemangel: Streit über ukrainische Mediziner in Tschechien

In Tschechien wird der Ärztemangel immer gravierender. Jedes Jahr gehen Hunderte Nachwuchsmediziner ins westliche Ausland. Nun hat die Regierung in Prag eine Ausnahmeregelung beschlossen, um die Lücke wenigstens zum Teil mit Fachkräften aus der Ukraine zu schließen. Bereits in Tschechien arbeitende Ärzte aus der Ex-Sowjetrepublik erhalten ein Jahr Zeit, um ihre staatliche Zulassung, die sogenannte Approbation, nachzuholen. Ohne diese Regelung wäre die ärztliche Versorgung in einigen Krankenhäusern in Gefahr, sagte der liberal-populistische Regierungschef Andrej Babis am Dienstag nach Angaben der Agentur CTK.
Die Sonderregelung betrifft rund 200 Ärzte und Zahnärzte aus der Ukraine. Bei der tschechischen Ärztekammer war der vereinfachte Zuzug der Osteuropäer auf scharfe Kritik gestoßen. "Ist es denn vernünftig zu warten, bis einer von ihnen einen Patienten schädigt", sagte jüngst ihr Vorsitzender Milan Kubek. Wer als Arzt arbeite, müsse staatlich geprüft sein. Er warf der Politik vor, das Gesundheitswesen in eine "katastrophale Situation" gebracht zu haben. Nach Angaben der Kammer, die seit langem höhere Gehälter fordert, fehlen in Tschechien rund tausend Ärzte.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

Krebstherapie-Nebenwirkungen wirksam bekämpfen, Patienten unterstützen – Bundesweit gültige Leitlinie verabschiedet

Krebstherapie-Nebenwirkungen wirksam bekämpfen, Patienten unterstützen – Bundesweit gültige Leitlinie verabschiedet
© vitanovski / Fotolia.com

Etwa eine halbe Millionen Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Für viele ist die Behandlung mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, die die Lebensqualität der Patienten deutlich beeinträchtigen. Doch längst gibt es wirksame Therapien, um Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen besser in den Griff zu bekommen. Die so genannten unterstützenden oder Supportiven Therapien haben in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung genommen.

Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf

Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf
© Sabphoto / Fotolia.com

In der Schule, vor dem Smartphone oder am Computer: Die Liste sitzender Aktivitäten von Jugendlichen ist lang. Fast die Hälfte ihrer Wachzeit – knapp sieben Stunden pro Tag – verbringen Schüler heutzutage sitzend oder liegend. Je mehr die jungen Menschen sitzen, desto riskanter ist auch ihr Gesundheitsverhalten: Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) im Rahmen des von der Deutschen Krebshilfe geförderten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ärztemangel: Streit über ukrainische Mediziner in Tschechien"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich