Donnerstag, 23. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

25. Mai 2018 Deutscher Ärztetag beschließt neue Weiterbildungsordnung

Die Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung hat der 121. Deutsche Ärztetag Mitte Mai 2018 in Erfurt beschlossen. Mit dem Beschluss geht ein sechs Jahre währender Reformprozess auf die Zielgerade. Ziel ist es, eine neue und kompetenzorientierte Struktur für die fachärztliche Weiterbildung zu schaffen. Abgestimmt haben 250 Delegierte über Definition von Ziel und Zweck (Präambel), über rechtliche Vorgaben (Paragrafenteil) sowie über Inhalte der fachärztlichen Weiterbildung. Darüber hinaus wurden Beschlüsse zu den ärztlichen Zusatz-Weiterbildungen (Abschnitt C) gefällt.
Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) begrüßt insbesondere die Entscheidungen hinsichtlich der eindeutigen Zuordnung des Fachgebiets Arbeitsmedizin zum Kanon der Gebietsbezeichnungen, die der unmittelbarer Patientenversorgung zugeordnet werden (§ 2a Begriffsbestimmungen, Abs. 6) sowie zu den Vorgaben für die Mindestanforderungen zur Zusatzweiterbildung Betriebsmedizin (Abschnitt C): Neben der Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung und dem 360 Stunden Kurs in Arbeitsmedizin sind zusätzlich gefordert entweder 1.200 Stunden betriebsärztliche Tätigkeit unter Supervision eines Befugten oder eine betriebsärztliche Tätigkeit im Rahmen einer neunmonatigen Weiterbildung unter Befugnis an einer Weiterbildungsstätte. Konkret bedeutet dies, dass die Zusatzweiterbildung Betriebsmedizin sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit erworben werden kann. Mit dieser Entscheidung haben Bundesärztekammer und Deutscher Ärztetag Vorschlägen der DGAUM aufgegriffen, um den Erwerb dieser Zusatzbezeichnung attraktiver zu machen. Als wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft hatte die DGAUM beim Diskussionsprozess um die Novellierung der MWBO ein unmittelbares Schreib- und Vorschlagsrecht.

Weitere Informationen zum 121. Deutschen Ärztetag sowie das Beschlussprotokoll zum Download erhalten Sie auf der Webseite der Bundesärztekammer unter www.bundesaerztekammer.de.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.


Das könnte Sie auch interessieren

Kinderwunsch und Krebs

Kinderwunsch und Krebs
© Photographee.eu / fotolia.com

Möchte ich eine Familie gründen oder noch weitere Kinder haben? Mit dieser Frage müssen sich junge Krebspatientinnen und -patienten vor einer Krebstherapie – also unmittelbar nach der Diagnose – auseinandersetzen. Denn die Behandlung, die ihnen hilft, den Krebs zu besiegen, beeinträchtigt häufig gleichzeitig die Fruchtbarkeit. Auch wenn die Zeit drängt, ist es wichtig, sich vor Behandlungsbeginn mit diesem wichtigen Thema zu befassen.

Rudern gegen Krebs

Rudern gegen Krebs
© Universitätsklinikum Ulm

Die dritte Benefiz-Regatta Rudern gegen Krebs auf der Donau unter der Schirmherrschaft des Ulmer Oberbürgermeisters Gunter Czisch startet am Sonntag, 26. Juni 2016. Initiator und Veranstalter ist die Stiftung Leben mit Krebs in bewährter Kooperation mit der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm und dem Ulmer Ruderclub Donau e. V.. Bereits am 21. April starten die Patientinnen und Patienten offiziell mit dem Vorbereitungstraining für die...

Dem hellen Hautkrebs keine Chance

Mit Einführung des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings Mitte 2008 sind die Zahlen der diagnostizierten Fälle sprunghaft angestiegen: Pro Jahr wird hierzulande bei inzwischen rund 18.000 Menschen schwarzer und bei mehr als 140.000 Menschen heller Hautkrebs neu festgestellt. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ist die Erkrankung "Hautkrebs"zwar für mehr als die Hälfte der Befragten ein besorgniserregendes Thema, doch...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Deutscher Ärztetag beschließt neue Weiterbildungsordnung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.