Donnerstag, 21. März 2019
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

07. Mai 2018 BVMed: „Spezialisierung auf Erkrankungen der Venen ist wichtig“

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, spricht sich für die Beibehaltung der Zusatz-Weiterbildung von Ärzten in Phlebologie aus. Hintergrund ist, dass der Deutsche Ärztetag in dieser Woche über die Abschaffung der Zusatzbezeichnung „Phlebologie“ entscheidet. Die BVMed-Experten halten die Spezialisierung auf Erkrankungen der Venen für dringend erforderlich.  
„Diese auf Erkrankungen des Venensystems ausgerichtete Zusatzausbildung bietet Patienten eine hochqualifizierte Behandlung mehrerer weit verbreiteter Leiden“, so die BVMed-Wundversorgungsexpertin Daniela Piossek. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie sind rund 30% der Menschen in Deutschland von einem Venenleiden betroffen, von Krampfadern bis zu Thrombosen. Auf diese Erkrankungen spezialisierte Ärzte würden für eine rasche und qualifizierte Behandlung der Betroffenen sorgen, so der BVMed. Dies umfasse auch die Kenntnis und den Einsatz moderner Verbandmaterialien für diesen Bereich, beispielsweise zur Kompression oder zum Abdecken chronischer Wunden.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie, Prof. Dr. Markus Stücker, hat in einem Schreiben an die Delegierten des Deutschen Ärztetages vor der Abschaffung der Zusatz-Weiterbildung gewarnt. Schon jetzt müssten Patienten lange auf einen Termin bei einem Gefäßspezialisten warten. „Es gibt einfach zu wenige Fachärzte für die schnell wachsende Zahl von Gefäßerkrankungen. Dieser Notstand wird in Zukunft dramatisch verstärkt“, so Stücker. „Dies wird die Behandlung von Patienten mit Krampfadern, Thrombosen, offenen Beinen oder Lymphödem verschlechtern“, so der Experte weiter. Die Zusatz-Weiterbildung Phlebologie sei interdisziplinär und daher auch nicht vollständig in anderen Fächern enthalten.

Quelle: BVMed - Bundesverband Medizintechnologie


Das könnte Sie auch interessieren

11. Krebsaktionstag: Austausch zu Alltagsfragen

11. Krebsaktionstag: Austausch zu Alltagsfragen
Universitätsklinikum Ulm

Senkt Sport das Rückfallrisiko bei Krebs? Welcher Badeanzug steht mir nach der Brustamputation? Wie ernähre ich mich so, dass ich fit bleibe? Um diese und weitere Fragen dreht sich der 11. Krebsaktionstag der Medizinisch-Onkologischen Tagesklinik (MOT) der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Ulm. Krebspatient*innen, Angehörige und Interessierte sind am Freitag, den 14.09.2018 herzlich eingeladen, sich von 10.00 bis 16.30 Uhr bei kostenfreien Vorträgen...

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung
© ChenPG / Fotolia.com

Viele Krebspatienten schöpfen durch Musik, Malen oder andere künstlerische Tätigkeiten neue Kraft. Doch lange Zeit reichte der wissenschaftliche Kenntnisstand nicht aus, um die Wirkung von Musik- oder Kunsttherapien zu belegen. Erst in den letzten Jahren wurden hierzu vermehrt psychoonkologische Studien durchgeführt, in denen es gelang, die Steigerung des Wohlbefindens von Patienten durch künstlerische Betätigungen nachzuweisen.

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Je sauberer der Darm, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge. Darauf weisen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2016 in Hamburg hin. Um den Darm optimal für die „Koloskopie“ vorzubereiten, sollten Patienten auf zwei Tage verteilt eine Poly-Ethylen-Glykol-Lösung (kurz: PEG) als Abführmittel zu sich nehmen, so die Mediziner. Die Darmspiegelung gilt als eines der effektivsten Verfahren der Krebsvorsorge...

Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben

Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Lange Zeit galt die Diagnose Lungenkrebs als sicheres Todesurteil. Dank neuer Diagnostik und personalisierter Behandlungsmethoden haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzte fünf Jahren dramatisch verbessert, wie Experten auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand erklärten. Wichtig sei, stets einen Lungenfacharzt in die Behandlung mit einzubeziehen, betont die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Patienten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BVMed: „Spezialisierung auf Erkrankungen der Venen ist wichtig“"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.