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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
02. Mai 2018

Netzwerk will personalisierte Neurochirurgie voranbringen

Experten aus der Medizin und Medizintechnik treffen sich am 4. Mai in Leipzig, um ein Netzwerk für eine personalisierte Neurochirurgie ins Leben zu rufen. Initiiert wurde das Projekt ZEREPRO von den Neurochirurgen am Universitätsklinikum Leipzig und den Forschern des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. Die ungewöhnliche Konstellation hat einen Hintergrund: Moderne Behandlungskonzepte in der Neurochirurgie wie die Tiefe Hirnstimulation arbeiten mit hochentwickelten technischen Geräten.
Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapie in der operativen Neurochirurgie zu fördern und weiter voranzubringen. "Mit dem im März gegründeten ZEREPRO-Netzwerk Personalisierte Neurochirurgie wollen wir dazu beitragen, operative Behandlungsstrategien zukünftig noch sicherer, erfolgreicher und effizienter zu gestalten", erläutert Prof. Dirk Winkler, UKL-Neurochirurg und Medizinischer Leiter des ZEREPRO.

Winkler präsentiert auf der Auftaktveranstaltung den Stand und die technische Entwicklung auf dem Gebiet der Neuromodulation, also der stimulativen Behandlung chronischer Zustände wie Schmerzen, Bewegungs- und Durchblutungsstörungen durch gezielte Beeinflussung von Nervenbahnen und Kerngebieten im Rückenmark bzw. dem Gehirn. Das kann zum Beispiel durch den Einsatz kleinster implantierter Elektroden erfolgen, wie bei der tiefen Hirnstimulation. Mit diesem Verfahren arbeiten die Neurochirurgen am Universitätsklinikum Leipzig bereits erfolgreich bei Patienten mit Bewegungsstörungen wie einer Parkinsonerkrankung. Weitere Anwendungen dieses auch Hirnschrittmacher genannten Verfahrens sind denkbar.

"Wie genau wir mit Hilfe moderner Medizintechnik wie einem Hirnschrittmacher unseren Patienten künftig noch besser helfen können, wollen wir gemeinsam in dem neuen Netzwerk diskutieren", erklärt Prof. Winkler. Für den Auftakt haben sich die Experten ein auf ganz besondere Weise anregendes Umfeld ausgesucht – das Treffen findet im Museum der bildenden Künste in Leipzig statt.
 
Quelle: Universitätsklinikum Leipzig



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