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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

27. April 2018 Gesunde Arbeitsbedingungen fördern den Unternehmenserfolg

Das Forschungsinstitut Great Place to Work Institut hat am Mittwoch auf der Corporate Health Convention im Rahmen der Personalmesse Süd 2018 in Stuttgart den Sonderpreis "Betriebliche Gesundheitsförderung" verliehen. Diesjährige Preisträger sind die in Hamburg beheimatete deutsche Tochter des Philips-Konzerns, das Münchener Software- und Beratungshaus QAware und die ambulante Rehabilitationsklinik Reha Vita aus Cottbus.
Mit dem Sonderpreis "Betriebliche Gesundheitsförderung" werden im Rahmen des Wettbewerbs "Deutschlands Beste Arbeitgeber" jährlich Unternehmen ausgezeichnet, die sich in besonders nachhaltiger und ganzheitlicher Weise um die Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten verdient machen.

Grundlage der Auszeichnung sind eine Auditierung von Maßnahmen und Angeboten der Gesundheitsförderung in den Unternehmen sowie eine Befragung der Beschäftigten zu gesundheitsrelevanten Themen und die Berücksichtigung von Gesundheitsdaten (Krankenstand). Vorjahressieger (2017) waren die Unternehmen: Maschinenfabrik Reinhausen, Sparda-Bank München und  St. Gereon Seniorendienste.

"Die Auszeichnung steht für ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement, das gesundheitsförderliche Maßnahmen für die Beschäftigten gezielt plant und incentiviert und eine vielfältige Palette an Gesundheitsangeboten bereitstellt", sagte Frank Hauser, Geschäftsführer bei Great Place to Work Deutschland, bei der Preisvergabe am 25. April in Stuttgart.

Zur unternehmerischen Gesundheitsförderung zählen präventiv und bedarfsgerecht ausgerichtete Maßnahmen und Angebote im Bereich Gesundheit, Bewegung und Ernährung der Beschäftigten, regelmäßige Gesundheitsinformationen und betriebliche Gesundheitszirkel ebenso wie eine ausgewogene Belastungssteuerung, altersgerechte Arbeitsgestaltung, Unterstützung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und eine gesunde Führung. Unternehmen und Beschäftigte profitieren gleichermaßen davon.

In vielen Unternehmen besteht in Sachen Gesundheitsförderung noch Nachholbedarf

Generell steckt das betriebliche Gesundheitsmanagement in vielen Unternehmen in Deutschland noch in den Kinderschuhen, erschöpft sich oft noch in isolierten Einzelmaßnahmen. Auch mit der Umsetzung der Verpflichtung zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsplätzen in puncto psychischer Belastungen hapert es noch.

Dies bestätigen auch die Ergebnisse der von Great Place to Work im Zeitraum zwischen 2013 und 2017 repräsentativ durchgeführten Mitarbeiterbefragungen in über 1.000 Unternehmen aller Größen und Branchen: im Durchschnitt bestätigen nur 38% der Beschäftigten in Deutschland, in ihrem Unternehmen hilfreiche Angebote zur Förderung der Gesundheit zu erhalten. Nur 34% sagen, dass sie dabei unterstützt werden, einen guten Ausgleich von Beruf und Privatleben zu finden. Und lediglich 41% Prozent sind der Meinung, dass man am eigenen Arbeitsplatz psychisch bzw. emotional gesund bleibt.

Zum Vergleich: In den mit dem Sonderpreis "Betriebliche Gesundheitsförderung" ausgezeichneten Unternehmen liegen die positiven Zustimmungswerte hier bei bis zu 90%. Zudem liegt die Zahl Krankheitstage der Beschäftigten bei den Preisträgern sehr deutlich unter dem repräsentativen Durchschnitt.

Die Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen, und eine im Ganzen förderliche und unterstützende Arbeitsplatzkultur zahlen sich für die Unternehmen also unmittelbar aus.

Quelle: Great Place to Work® Deutschland


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