Dienstag, 19. März 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

20. April 2018 Frauen gehen häufiger zum Zahnarzt als Männer

Frauen gehen in Deutschland deutlich häufiger zum Zahnarzt als Männer. Während 2016 nur 67,6% der Männer mindestens einmal zum Zahnarzt gingen, waren es bei den Frauen 75,4%, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Zahnreport der Barmer-Krankenkasse hervorgeht. Im Schnitt haben 71,5% aller Versicherten mindestens einmal einen Zahnarzt gebraucht. Bei durchschnittlichen Kosten von 186,90 Euro kamen Männer auf 177,32 und Frauen auf 196,21 Euro.
Auch in den Bundesländern gehen die Versicherten unterschiedlich oft zum Zahnarzt. Die Raten liegen zwischen 65,5% im Saarland und 77,2% in Sachsen und Thüringen. Den größten Anteil der Ausgaben machen konservierend-chirurgische und Röntgenleistungen mit 113,13 Euro je Versichertem aus, gefolgt von Zahnersatz und Zahnkronen mit 43,38 Euro je Versichertem.

Ihr Ziel verfehlen laut dem Report neue Ausgaben in Millionenhöhe für die zahnärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern. Die therapeutischen Leistungen durch den Zahnarzt seien dort nach wie vor auf niedrigem Niveau. Zahnärzte können seit wenigen Jahren den Besuch bei Heimbewohnern zwar höher abrechnen. Dies sei auch millionenfach geschehen. Doch nicht einmal die Inanspruchnahme einfacher Dinge wie kleinere Reparaturen an Zahnprothesen habe zugenommen. Barmer-Chef Christoph Straub forderte Analysen, welche konkreten Maßnahmen zu mehr zahntherapeutischen Leistungen in Heimen führen können.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sprach wegen der Zuschläge bei Heimbewohnern von einem "Flop": "Die Mediziner kassieren, und der Heimbewohner hat nichts davon."

Die Zahnärzte forderten die Kassen zu mehr Anstrengungen bei der Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen auf. Alte, chronisch Kranke und behinderte Menschen würden von den Kassen systematisch benachteiligt, sagte der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Wolfgang Eßer.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben

Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Lange Zeit galt die Diagnose Lungenkrebs als sicheres Todesurteil. Dank neuer Diagnostik und personalisierter Behandlungsmethoden haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzte fünf Jahren dramatisch verbessert, wie Experten auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand erklärten. Wichtig sei, stets einen Lungenfacharzt in die Behandlung mit einzubeziehen, betont die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Patienten...

Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs

In der medikamentösen Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs wurde erstmals nach fast 15 Jahren ein Fortschritt erzielt: Das neue Medikament, ein sogenannter Angiogenesehemmer, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung. Für die betroffenen Frauen ist dies ein großer Vorteil: Die Therapie ermöglicht ihnen mehr Zeit, die sie – trotz der schweren Erkrankung – weitestgehend beschwerdefrei...

Krebstherapie gestern, heute, morgen: Entwicklungen in der Onkologie

Krebs gilt heute als Volkskrankheit: Bei Frauen stieg die Zahl der jährlich auftretenden Neuerkrankungen seit 1980 um 35 Prozent, bei Männern sogar um 80 Prozent an. Dass die krebsbedingte Sterberate dennoch im gleichen Zeitraum zurückging, ist u. a. Verdienst der modernen Forschung: In allen Bereichen der Krebsmedizin – von der Grundlagenforschung bis hin zur strukturierten Nachsorge der Patienten – haben sich enorme Erfolge eingestellt. Dies war jedoch ein weiter...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Frauen gehen häufiger zum Zahnarzt als Männer"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.