Donnerstag, 21. März 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

12. April 2018 Mehr Transparenz bei Lebensmittelstudien

Die EU-Kommission will Ärger wie bei der Glyphosat-Zulassung künftig vermeiden und die Genehmigungen für Unkrautvernichter und ähnliche Mittel transparenter machen. Entsprechende Vorschläge legte die Behörde am Mittwoch in Brüssel vor. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten ihnen noch zustimmen, damit sie Gesetz werden können.
Bürger sollen demnach in Zukunft deutlich einfacher Zugang zu relevanten Informationen etwa über mögliche Gesundheitsgefahren oder Umweltbelastungen von Pestiziden erhalten. Dazu sollen sie von der Industrie an die EU-Lebensmittelbehörde Efsa übermittelte Daten unmittelbar einsehen dürfen. Andere Marktteilnehmer sowie die Öffentlichkeit sollen sich zudem einfacher zu von Unternehmen übermittelten Studien äußern können.

Glyphosat war 2017 in der EU nach monatelangem Streit für weitere fünf Jahre zugelassen worden. Deutschland hatte sich wegen Uneinigkeit in der großen Koalition lange enthalten. Der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte dann allerdings praktisch im Alleingang zugestimmt, Deutschland ebnete damit den Weg für die Verlängerung.

Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat im März 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" für den Menschen ein. Die Efsa, die Chemikalienagentur Echa und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung sahen aber keine ausreichenden Belege dafür.

Gegen Glyphosat hatte es vor allem in Deutschland massive Proteste gegeben. Eine europäische Bürgerinitiative hatte EU-weit mehr als eine Million Unterschriften für ein Verbot gesammelt. Die Unterzeichner forderten zudem eine Reform des Genehmigungsverfahrens für Pestizide. Diese sollten nicht auf Basis von Studien zugelassen werden dürfen, "die von der Pestizidindustrie in Auftrag gegeben wurden", hieß es. Die Vorschläge der EU-Kommission sind nun eine direkte Reaktion auf die Proteste.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

„du bist kostbar“

Aufgrund der zunehmend verbesserten Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren nimmt die Zahl der Menschen mit Krebs, die geheilt werden oder lange mit der Erkrankung leben können, stetig zu. „Dennoch erleben Menschen, die von Krebs betroffen sind, die Krankheit meist als tiefen Eingriff ins Leben. Mit den Ärzten bespricht man die medizinischen Behandlungsschritte, doch die Angst bleibt und es stellen sich häufig viele weitere Fragen. Wir beantworten diese...

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren
© serhiibobyk / Fotolia.com

Etwa jede achte Frau erkrankt hierzulande an Brustkrebs. Insgesamt betrifft dies 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Obwohl Brustkrebs in erster Linie eine Erkrankung der Frau nach den Wechseljahren ist, können auch deutlich jüngere Frauen erkranken. Aber – für welche Frau macht welche Untersuchung in welchem Alter Sinn? Das Mammographie-Screening-Programm gilt für Frauen von 50 bis 69 Jahren. Was insbesondere Frauen außerhalb des „Screening-Alters“...

Kostenlose Kosmetikseminare “look good feel better“ für Krebspatientinnen

Kostenlose Kosmetikseminare “look good feel better“ für Krebspatientinnen
© Carolin Lauer (carolinlauer.de)

Ganz unverhofft trifft die damals 30jährige Cristina aus Hannover die Diagnose Krebs. Erst dachte sie an einen schlechten Scherz, als sie den Anruf von ihrem Arzt erhielt und dann zog ihr die Nachricht den Boden unter den Füßen weg. Mit der Chemotherapie kamen der Verlust der Haare, Augenbrauen und Wimpern und damit auch teilweise unangenehme Situationen: „Selbst als ich noch Stoppeln auf dem Kopf hatte, haben mich sofort alle angestarrt. Teilweise getuschelt oder den...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Mehr Transparenz bei Lebensmittelstudien"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.