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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

03. April 2018 Rekordarbeitslosigkeit bewegt griechische Ärzte zum Auswandern

Die schwere Finanzkrise und die damit verbundenen Sparmaßnahmen in Griechenland haben auch die dortigen Ärzte schwer getroffen. Im Großraum Athen seien 28% der Ärzte arbeitslos oder werden nur teils beschäftigt, teilte der Präsident des Ärzteverbandes der griechischen Hauptstadt, Giorgos Patoulis, bei einer Pressekonferenz am Montag mit. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland beträgt zurzeit 21,1% und ist damit die Höchste in der EU.
Aus diesem Grund hätten seit Jahresbeginn 281 Athener Ärzte ihre Papiere fertig gemacht, um auszuwandern, hieß es. Zielländer seien vor allem das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland, teilte der Präsident des Athener Ärzteverbandes weiter mit. Im Durchschnitt wanderten in den vergangenen 5 Jahren 1.500 Ärzte allein aus dem Raum Athen aus, hieß es. Ärzteverbände schätzen, die Zahl der seit 2007 ausgewanderten griechischen Ärzte zwischen 12.000 und 18.000. Eine Zahl aus offiziellen Quellen liegt jedoch nicht vor.

Wegen der schweren Finanzkrise wurden in den vergangenen 6 Jahren kaum neue Ärzte und Krankenhauspersonal in Griechenland eingestellt. Rund 6.000 Ärzte-Planstellen sind nach Angaben des gesamtgriechischen Ärzteverbandes zurzeit nicht besetzt.

Quelle: dpa


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