Dienstag, 25. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

28. März 2018 Ausweichmanöver bei Unfall kann Rettungstat sein

Hat man einen Unfall, weil man versucht, einen anderen zu retten, genießt man den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Versucht zum Beispiel ein Motorradfahrer einen Zusammenstoß mit einem Radfahrer zu vermeiden und verletzt sich dabei, hat er den gleichen Schutz wie bei einem Arbeitsunfall. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund (Az.: S17 U 955/14).
Der Fall: Einem 53-jährigen Motorradfahrer hatte bei einer privaten Fahrt ein Fahrradfahrer die Vorfahrt genommen. Der Motorradfahrer wich aus und stürzte dabei. Er verletzte sich an den Schultern und wollte, dass der Unfall von der gesetzlichen Unfallversicherung anerkannt wird, weil es sich um eine Rettungstat handelte. Die Versicherung lehnte das aber ab.

Das Urteil: Die Klage hatte Erfolg. Der Motorradfahrer genieße denselben Schutz wie bei einem Arbeitsunfall, befand das Gericht. Denn er habe ein Ausweichmanöver gestartet, um einen Zusammenstoß mit dem Fahrrad zu vermeiden. Dies sei eine Rettungstat, die unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehe.

Dabei sei es unerheblich, dass die Rettungshandlung nicht mit zeitlichem Vorlauf geplant, sondern spontan reflexartig vorgenommen worden sei. Auch komme es nicht darauf an, dass der Mann durch das Ausweichen auch versucht habe, sich selbst vor einem Unfall zu schützen. Das Risiko dabei zu stürzen sei in etwa gleich groß.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Je sauberer der Darm, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge. Darauf weisen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2016 in Hamburg hin. Um den Darm optimal für die „Koloskopie“ vorzubereiten, sollten Patienten auf zwei Tage verteilt eine Poly-Ethylen-Glykol-Lösung (kurz: PEG) als Abführmittel zu sich nehmen, so die Mediziner. Die Darmspiegelung gilt als eines der effektivsten Verfahren der Krebsvorsorge...

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“
© Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

„Hut ab“ oder „Chapeau“ - das sagen Menschen, um Wertschätzung und Anerkennung vor der Leistung Anderer auszudrücken. Am 25. Juni 2016 bietet die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums an 40 Orten in Deutschland Mitbürgern die Möglichkeit, durch die Geste des „Hutziehens“ ein Zeichen der Solidarität mit an Krebs erkrankten Menschen zu setzen und das Engagement der ehrenamtlich...

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie
© RTimages / Fotolia.com

Die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. beschließt eine Mittelauskehr für zahlreiche Forschungs- und Projekt-Förderungen. Der Geschäftsführende Vorstand Dr. Gabriele Kröner sagt dazu: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten an.“

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ausweichmanöver bei Unfall kann Rettungstat sein"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich