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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

21. März 2018 Ärzte der Welt: Hunderttausende ohne ärztliche Behandlungen

Hunderttausende Menschen in Deutschland bleiben nach Angaben einer Hilfsorganisation ohne die notwendige medizinische Behandlung. "In Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, haben derzeit hunderttausende Menschen keine Möglichkeit, die medizinisch notwendige Behandlung zu bekommen, ohne in eine finanzielle Notlage zu geraten", sagte die Grundsatzreferentin bei Ärzte der Welt, Johanna Offe, am Dienstag in Berlin.
Der Staat komme seiner menschenrechtlichen Verpflichtung nicht nach, den Zugang zu Gesundheitsversorgung zu sichern. Betroffen seien unter anderem Asylsuchende, die in den ersten 15 Monaten nur einen eingeschränkten Anspruch auf Gesundheitsversorgung hätten. Menschen ohne Papiere hätten den gleichen eingeschränkten Anspruch wie Asylsuchende.

"Vor einem Arztbesuch müssten sie jedoch zum Sozialamt, um einen Krankenschein zu beantragen", sagte Offe. Das Sozialamt müsse Betroffene aber bei der Ausländerbehörde melden, wenn sie keine rechtmäßigen Aufenthalte nachweisen könnten, womit Abschiebung drohe. "Arztbesuche werden daher vermieden, bis die Krankheit zu einem Notfall wird, der im Krankenhaus behandelt werden muss."

Für viele Menschen mit geringem Einkommen seien hohe Krankenversicherungsbeiträge eine finanzielle Belastung, sagte Offe ferner. "Wenn sie Beitragsschulden haben, bekommen sie bis zur kompletten Rückzahlung nur stark eingeschränkte Versicherungsleistungen."

Unter dem Titel "Gesundheit ist ein Menschenrecht. Zugang zu Gesundheitsversorgung für Alle." wollte ein Bündnis aus 22 Organisationen und Wohlfahrtsverbänden auf die Probleme aufmerksam machen.

Quelle: dpa


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