Mittwoch, 20. März 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

15. März 2018 Patientenversorgung – Hausärzteverband diskutiert Lösungsansätze

Gesundheit ist einer der wichtigsten Werte in unserer modernen Gesellschaft. Sie zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen, ist Aufgabe der Hausärztinnen und Hausärzte. Der demografische Wandel stellt die Patientenversorgung in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Auf dem 16. Baden-Württembergischen Hausärztetag in Stuttgart dreht sich am 16. und 17. März deshalb alles um das Thema "Patientenversorgung – wer machts?".
Die Medizin ist mit einer zunehmenden Zahl an älteren, chronisch kranken Patienten konfrontiert, die eine intensivere Betreuung und mehr Hausärzte als bisher erfordern. Während unsere Gesellschaft altert, lässt sich gleichzeitig ein Rückgang an praktizierenden Hausärzten verzeichnen. Vor allem ländliche Regionen sind heute schon betroffen. Von Videosprechstunde und Telemedizin über Physician Assistants – Lösungsansätze gibt es viele. "Wir müssen Strukturen schaffen, die unsere Hausärztinnen und Hausärzte von Routinetätigkeiten entlasten. Der Hausärzteverband hat mit der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis, kurz VERAH, ein Versorgungsmodell geschaffen, dass es ermöglicht, ärztliche Aufgaben einer qualifizierten Medizinischen Fachangestellten weiter zu delegieren. Ärztliche Aufgaben einfach an nicht-ärztliche Berufe wie Physician Assistants abzugeben, halten wir im Hinblick auf eine qualitativ hochwertige Versorgung nicht für sinnvoll", sagt Dr. Berthold Dietsche, Vorstandvorsitzender des Hausärzteverbands Baden-Württemberg. "Wichtig ist es, wieder mehr Ärzte für den Hausarztberuf zu gewinnen", erklärt Dr. Frank-Dieter Braun, zweiter Vorsitzender. "Der Hausärzteverband Baden-Württemberg engagiert sich deshalb seit fünf Jahren mit einem eigenen Nachwuchsprogramm. Die Ausmaße des Hausärztemangels sind aber immens. Ärzteverbände, die Politik und andere Organisationen aus dem Gesundheitswesen müssen aber an einem Strang ziehen, um etwas bewegen zu können. Wir kämpfen für ein gemeinsames Ziel – eine gute Patientenversorgung heute und morgen."

Die große Podiumsdiskussion zur Zukunft der Patientenversorgung findet am 17. März von 10 Uhr bis 13 Uhr im Maritim Hotel in Stuttgart statt. Die Gäste sind Dr. Susanne Fischer, neu niedergelassene Hausärztin, Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender AOK Baden-Württemberg, Prof. Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer Regionale Kliniken Holding RKH GmbH, Dr. Bernd Salzer, Vorsitzender Spitzenverband Fachärztliche Berufe Baden-Württemberg, Jochen Haußmann, gesundheitspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der FDP/DVP-Landtagsfraktion und Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands e.V..

Quelle: Hausärzteverband Baden-Württemberg


Das könnte Sie auch interessieren

Krebs und Sexualität - ein doppeltes Tabu

Krebs und Sexualität - ein doppeltes Tabu
© Expensive / fotolia.com

Eine Krebserkrankung hinterlässt Spuren, körperliche und seelische. Für Patientinnen ist es manchmal schwer, über ihre Empfindungen und Ängste zu sprechen. Umso belastender kann es sein, die mit der Krankheit häufig einhergehende Beeinträchtigung der Sexualität in Worte zu fassen. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet Unterstützung an – auch bei Fragen, die viele als heikel empfinden.

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
© Petry

Humane Papillomviren, kurz HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Einige Virentypen können Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und andere Krebsarten verursachen. Wissenschaftler kooperieren jetzt in einer neuen Studie, um ein HPV-Typ-spezifisches Modell für den Krankheitsverlauf von HPV-Infektionen zu entwickeln. Dazu werden klinische Daten aus großen populationsbasierten Studien der Frauenklinik Wolfsburg in Zusammenarbeit mit einer...

Brustkrebs: Wissen schafft Mut

Brustkrebs: Wissen schafft Mut
© drubig-photo / Fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Damit ist das Mammakarzinom mit 65.500 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste Tumor bei Frauen. Die Diagnose wirft Fragen auf: Welche Therapie ist die richtige? Wo bekomme ich Hilfe? Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Krebspatienten bei ihrem Kampf gegen die Erkrankung. Sie bietet allen Betroffenen eine kostenfreie telefonische Beratung an und hält allgemeinverständliche...

Vom Telemedizin-Netzwerk bis zur Ersthelfer-App: Medizintrends mit Zukunft

Die Deutschen werden immer älter. Chronische Leiden wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen künftig das Gesundheitssystem auf die Probe. Medizinforscher und Gesundheitsexperten aller Branchen arbeiten längst unter Hochdruck an neuen Lösungen für die Gesundheitsversorgung von morgen. In die Karten spielen ihnen dabei die Digitalisierung und der Trend zur Vernetzung im Gesundheitswesen. Das zeigt auch der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Patientenversorgung – Hausärzteverband diskutiert Lösungsansätze"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.