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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
06. März 2018

Die Pflege gibt den Ton an

Vor 500 geladenen Gästen, darunter zahlreiche Fach- und Führungskräfte aus dem Pflegemanagement, wurde am Dienstag in Hannover die Leitmesse ALTENPFLEGE und der begleitende Kongress der Zukunftstag ALTENPFLEGE eröffnet. Die Branche nutzte den Anlass, um ihren Forderungen an die neue Bundesregierung Ausdruck zu verleihen und bekräftigte den politischen Handlungsdruck beim Thema Fachkräftemangel.
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Es war ein kraftvoller Auftakt, der es in sich hatte: „Wir geben alten Menschen das Gefühl einfach zu leben – so wie sie es erlebt haben,“ rappte Altenpfleger Dustin Struwe zu Beginn der Eröffnung und fügte hinzu: „Schöne Grüße auch von mir an die Politik. Tut wenigstens so als ob es euch beschäftigt.“

Diese selbstbewussten Zeilen sind ein eindeutiger Weckruf in Richtung Politik und passten zum Motto der Eröffnungsveranstaltung „Die Pflege gibt den Ton an“. Auch Claudia Moll, die 27 Jahre als Altenpflegerin arbeitete und neu in den Deutschen Bundestag gewählt wurde, will dafür sorgen, dass die Stimme der Pflege nun auch endlich in Berlin gehört wird: „Als ich gemerkt habe, dass von der Pflegereform bei uns Pflegekräften nicht viel ankommt, habe ich entschieden, es selbst zu machen und in die Bundespolitik zu gehen,“ sagte die SPD-Politikerin beim Interview auf der Bühne.

Die Inhalte des Koalitionsvertrags sowie die Pläne der neuen Bundesregierung für die Altenpflege standen im Mittelpunkt der Keynote von Prof. Frank Schulz-Nieswandt, Vorstand des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, der stärkere Kompetenzen für die Kommunen bei der Versorgung forderte und hinzufügte: „Wir wissen doch, wo wir schrauben müssen. Es wird nicht reichen, mehr Menschen in die Pflege zu bekommen. Wir müssen den Menschen eine Entwicklung bieten, damit sie im Beruf bleiben und nicht vorher ausbrennen.“

Die Attraktivität des Pflegeberufs und der damit verbundene Fachkräftemangel wurden auch von den Spitzen der Branchenverbände bei der anschließenden Podiumsdiskussion aufgegriffen. Franz Wagner vom Deutschen Berufsverband der Pflegeberufe (DBfK) kritisierte den Koalitionsvertrag als zu unkonkret: „Ich kann nirgends erkennen, wie die Maßnahmen finanziert werden sollen und wer diese umsetzen soll. 8.000 zusätzliche Stellen sind ja gut und schön, aber wo sollen die alle herkommen?“. Bernd Meurer, Präsident vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hatte darauf eine eindeutige Antwort: „Aus dem Rinnsal der Zuwanderung nach Deutschland und Europa insgesamt muss ein starker Strom werden, damit es für die Pflege vorangeht,“ sagte er und forderte, dass die Politik endlich ein Programm für die Zuwanderung aufsetzen müsse. Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vizepräsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), wies darauf hin, dass ein flächendeckender Tarifvertrag, die Pflege deutlich attraktiver machen würde.

Das Verlagshaus Vincentz Network bündelt mit dem Zukunftstag ALTENPFLEGE zum dritten Mal alle maßgeblichen Kräfte der Altenpflege. „Die Diskussion heute hat gezeigt, dass weiterhin viele Fragen offen sind. Diese Fragen können wir nur im Dialog mit allen maßgeblichen Akteuren beantworten. Aber wir können heute gemeinsam mit starker Stimme in Richtung der neuen Bundesregierung und besonders in Richtung von Herrn Spahn sagen: Wir wünschen uns, dass ein Ruck durch die Pflegepolitik geht.“, sagte Miriam von Bardeleben, Verlagsleiterin Vincentz Network Altenhilfe, in ihrer Eröffnungsrede.

Im Anschluss an die Eröffnung startete der dreitägige Kongress in ein umfangreiches Programm mit über 90 hochkarätigen Referenten und über 90 informativen Vorträgen zu den aktuellen Herausforderungen der Altenpflege. Zeitgleich öffnete die Leitmesse ALTENPFLEGE ihre Türen und zeigt auf über 40.000 Quadratmetern Produktinnovationen sowie Dienstleistungen für die stationäre und ambulante Pflegewirtschaft von rund 550 Ausstellern. Im nächsten Jahr finden der Leitkongress der Pflegewirtschaft und die Leitmesse ALTENPFLEGE vom 2. bis 4. April 2019 in Nürnberg statt.
 
Quelle: Vincentz Network Altenhilfe



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