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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

23. Februar 2018 Grippewelle mit neuem Spitzenwert

Die Grippewelle in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. In der dritten Februarwoche registrierte das Robert Koch-Institut rund 24.000 Grippefälle. Der Schwerpunkt liegt im Moment im Süden und Osten des Landes. In der Woche davor waren es bundesweit rund 18.700 Fälle. Insgesamt sind in dieser Grippesaison rund 82.000 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Die Dunkelziffer liegt in der Regel deutlich höher, weil nicht von jedem Patient Erregerproben analysiert werden.
136 starben nachweislich nach einer Influenza-Infektion. Es waren vorwiegend Menschen im Seniorenalter, die oft Vorerkrankungen hatten. Die wirkliche Zahl der Todesfälle könne ebenfalls höher liegen, erläuterte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache ließen sich Grippe-Erreger als Ursache zum Beispiel oft nicht mehr nachweisen.

Vorwiegend kursieren weiterhin Grippeviren des Typs B. Anfängliche Zweifel an der Wirksamkeit des Dreifach-Impfstoffs, den die Krankenkassen bezahlen, haben sich laut RKI nicht bestätigt. "Die Wirksamkeit des Impfstoffs liegt im Moment bei 46%", sagte Glasmacher. Das sei bei der üblichen Schwankungsbreite zwischen 20 und 60% Wirksamkeit bei Grippe gar nicht schlecht. Der Impfstoff kann nicht zu 100% treffen. Ein Grund dafür ist, dass er vor Beginn der Grippesaison auf der Basis von Wahrscheinlichkeiten zusammengestellt wird.

Wie stark die Grippewelle im Vergleich zu anderen Jahren ausfällt, kann das RKI in der laufenden Saison noch nicht bewerten. Die Zahl der Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen liege im Moment deutlich höher, sagte Glasmacher. "Aber das allein ist noch nicht außergewöhnlich", ergänzte sie. Es sei immer noch sinnvoll, sich jetzt gegen Grippe impfen zu lassen. "Der Aufbau des Schutzes dauert zwei Wochen. Und dann ist die Grippewelle noch nicht vorbei."

Quelle: dpa


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